Abgeltungssteuer: Millionen Deutsche zahlen zuviel

Die Abgeltungssteuer kommt Millionen von Sparern teurer zu stehen, als sie müsste. Fast 15 Prozent der Deutschen zahlen unnötig Steuern auf Zinseinnahmen, weil sie für ihre Geldanlagen keinen Freistellungsauftrag eingerichtet haben.

geldbrenntZu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland. Mit 29 Prozent ist der Anteil derer, die keinen Freistellungsauftrag eingerichtet haben, bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 29 Jahren besonders groß.

„Jedem Sparer steht ein Freibetrag zu, für den keine Steuern fällig werden. Zinsempfänger sollten, um Steuergeschenke an den Staat zu vermeiden, ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Das ist am Effizientesten und sichert die Steuerersparnis“, sagt Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland.

Ohne Erteilung des Freistellungsauftrags könne Geld verloren gehen, da nicht jeder Sparer wisse, wie die Abgeltungssteuer im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden kann. Oft genug werde dies auch vergessen.

Der sogenannte Sparer-Pauschbetrag beträgt derzeit 801 Euro pro Sparer, für Verheiratete sogar 1.602 Euro. Die Umfrage der Bank of Scotland zeigt, dass besonders viele Menschen in Bremen (27 Prozent), Sachsen-Anhalt (24 Prozent) und Baden-Württemberg (20 Prozent) keinen Freistellungsauftrag eingerichtet haben. In Bayern (vier Prozent), Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und dem Saarland (jeweils elf Prozent) liegt die Zahl hingegen unter dem Durchschnitt.

Insgesamt geben 80 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Zinsen von der Abgeltungssteuer freigestellt haben: 37 Prozent haben einer Bank, 43 Prozent mehreren Banken einen Auftrag dazu erteilt. (hb)

Foto: Shutterstock

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