Ifo-Index sinkt erstmals seit Monaten wieder

Das Geschäftsklima in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich nach der Katastrophe in Japan erstmals seit fast einem Jahr wieder etwas eingetrübt. Der Ifo-Index gab leicht von 111,3 auf 111,1 Punkte nach, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn

Das auf einer Umfrage unter 7.000 Managern basierende Stimmungsbarometer markiert damit den ersten Rückgang seit Mai 2010. Im Februar hatte der Index den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.

In der März-Umfrage bewerteten die Unternehmenschefs die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter: Der Teilindex fiel von 107,9 auf 106,5 Punkte. Die aktuelle Lage wurde dagegen erneut besser eingeschätzt: Die entsprechende Index-Komponente kletterte von 114,7 auf 115,8 Punkte.

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn erklärte, der Rückgang des Ifo-Indexes sei allein erwartungsbedingt. Knapp die Hälfte der Firmenantworten seien nach der Havarie in Fukushima eingetroffen.

„Insgesamt sind die Unternehmen in Deutschland jedoch weiterhin sehr zuversichtlich. Die momentane Geschäftslage ist sogar noch besser als zuvor. Die Konjunkturampeln stehen unverändert auf grün. Deutschland befindet sich im Aufschwung“, so Sinn. (hb)

Foto: Ifo-Institut

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