Emerging Markets: Deutsche kaum investiert

Gerade einmal zwei Prozent der Bundesbürger sind in den Schwellenländern investiert, Tendenz abnehmend. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Fondsgesellschaft J.P. Morgan Asset Management (JPM).

Emerging-Markets-Thailand

„Auch wenn sich das Wachstum in den Schwellenländern zuletzt etwas abgeschwächt hat, sollten Anleger die langfristigen Chancen der aufstrebenden Regionen für ihren Vermögensaufbau nutzen“, sagt Jean Guido Servais, Marketing Director für Kontinentaleuropa.

Seit Beginn der JPM-Befragung im März 2012 stieg die Anzahl der Bundesbürger, die den Begriff Schwellenländer schon einmal gehört haben, kontinuierlich auf aktuell 43 Prozent. Die Mehrheit von 57 Prozent weiß allerdings nicht, was sich dahinter verbirgt.

Gut ein Drittel der Befragten halten eine Anlage in Emerging Markets für risikoreicher als Euro-Staatsanleihen: „Obwohl viele Schwellenländer in den vergangenen Jahren politisch stabiler geworden sind und solide Staatsfinanzen aufweisen, sehen knapp 37 Prozent der Bürger wesentlich größere Risiken bei einer Anlage in die aufstrebenden Regionen als in Euro-Staatsanleihen“, so Servais.

Das tatsächliche Engagement der Befragten in den Emerging Markets ist seit Mai gesunken. Aktuell sind zwei Prozent in Schwellenländern investiert, 1,6 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Befragung. Eine Mehrheit von 97,9 Prozent hat keine Anlage dort.

„Eine wachsende konsumfreudige Mittelschicht, der Ausbau der Infrastruktur und reiche Rohstoffvorkommen sind nur einige der Gründe, warum Emerging Markets langfristige Wachstumschancen bieten. Gerade regelmäßiges Sparen, beispielsweise in einen breit diversifizierten Emerging-Markets-Aktienfonds, sollte sich langfristig lohnen“, rät Servais.

Und weiter: „Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen, dass die Mehrheit der Anleger die Wachstumsregionen der Welt bisher noch nicht berücksichtigen. Besonders für die Altersvorsorge sollten Sparer die Emerging Markets als Portfoliobeimischung stärker einbeziehen, um von den dortigen Entwicklungen zu profitieren“, empfiehlt Servais. (mr)

Foto: Shutterstock

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