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19. April 2012, 11:57
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Emerging Markets: In Thailand investieren

Thailand gehört zu den aussichtsreichsten asiatischen Emerging Markets. Doch im vergangenen Herbst bereitete eine Flutkatastrophe dem Aufschwung ein jähes Ende. Kwok Wing Cheong, Manager des Aktienfonds HSBC Thai Equity, erklärt, warum Investoren gerade jetzt einsteigen sollten.

Emerging Markets: ThailandWas macht Thailand als Investitionsziel so attraktiv?

Cheong: Dass Thailands Aktienmarkt in den vergangenen Jahren auch im Vergleich mit anderen Emerging Markets haussiert hat, ist in erster Linie verbesserten Ratings, einem starken Wirtschaftswachstum und einer vergleichsweise günstigen Bewertung zu verdanken. Zwischen 2005 und 2008 war das Land verglichen mit der Region niedrig bewertet.

Gründe waren die politische Unsicherheit, ein schwaches Wachstum der Unternehmensgewinne und ein nur mäßiger privater Konsum. Nichtsdestotrotz sorgte die konservative Mentalität für einen großen Kapitalstock. Obwohl die Nettoeinnahmen kaum stiegen, vergrößerten thailändische Unternehmen ihren Cashflow.

Die politische Stabilität nach der Wahl 2009, der Aufschwung nach der Finanzkrise, das starke Bankensystem sowie die liquiden Haushalte sorgten für einen starken Schub des privaten Konsums. Der wiederum pushte die Unternehmensgewinne und förderte den Anstieg der Wirtschaftsleistung, der Löhne und der Aktienkurse.

Kann dies so weitergehen?

Cheong: Ja, die Flutkatatstrophe im Herbst hatte zwar einen scharfen Einbruch bei Löhnen und Wirtschaftswachstum zur Folge – aber es handelte sich um ein einmaliges Ereignis, kein strukturelles Problem.

Eine lockere Fiskalpolitik und viel billiges Geld können kurzfristig den Aktienmarkt noch weiter nach oben treiben. Das Risiko besteht darin, dass es zu Überhitzungen kommt. Thailand selbst hat sich positiv entwickelt, die politische Stabilität ist die Basis des ökonomischen Erfolgs. Wirtschaftlich stimmen vor allem die breiter gestreuten Exporte des Landes, weg von entwickelten hin zu aufstrebenden Ökonomien, Investoren optimistisch und sorgen für konjunkturelle Stabilität.

Welche Sektoren haben denn am meisten geglänzt? Welche enttäuschten?

Cheong: Zykliker liefen in jüngster Vergangenheit eher schlecht. Aber wir stehen zu unserem Investmentansatz und sind überzeugt, dass die Aktien dieser konjunkturabhängigen Gesellschaften vom Markt unterbewertet werden. Defensive Titel indes werden ihre Bewertungen rechtfertigen müssen.

Seite 2: Emerging Markets: Cheong setzt auf ein übersichtliches Portfolio

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1 Kommentar

  1. Die Stabilitaet der politischen Situation wird von vielen anders eingeschaetzt:Zur Zeit regiert die Schwester des vormaligen Premierministers Taksin, der aus dem Land gejagt wurde und nicht mehr einreisen darf.
    Seine Schwester arbeitet daran, dieses Einreiseverbot rueckgaengig zu machen, was den Eliten und der Armee in Thailand aber nicht gefaellt. Wennn sie also diesen Schritt geht ist mit weiteren Auseinandersetzungen Rothemden und Gelbhemden/Armee zu rechnen

    Kommentar von Mikel — 20. April 2012 @ 06:30

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