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7. Februar 2012, 09:11
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Fisch favorisiert 2012 EM-Unternehmensanleihen

Fisch Asset Management, Zürich, setzt 2012 auf Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets. Notwendige Voraussetzung für den Anlageerfolg ist ein gutes Rating.

SingapurPhilipp Good, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management, erklärt: “Bereits der Start ins laufende Jahr war in einem angenehm ruhigen Marktumfeld erfolgreich. Unternehmensanleihen in den Schwellenländern profitierten von moderaten Zinsrückgängen. Zudem verzeichnete der Markt feste Preise aufgrund der Kapitalzuflüsse.”

Besonders auffällig sei die Zunahme der Neuemissionstätigkeit, dort bestand nach dem schwachen vierten Quartal 2011 enormer Nachholbedarf, so Good: “Bereits rund 25 Milliarden US-Dollar wurden emittiert und das vor dem Hintergrund von zu erwartenden 185 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr.”

Der brasilianische Ölkonzern Petrobras etwa emittierte Ende Januar sechs Milliarden US-Dollar im 3-, 5-, 10- und 30-jährigen Bereich bei Risikoprämien um die 300 Basispunkte im Vergleich zu US Staatsanleihen.1

Good: “Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets erwiesen sich im vergangenen Jahr als Stabilisator im Portfolio der Investoren. Bis auf den unruhigen September zeigte die Anlageklasse eine konstante Entwicklung und erwirtschaftete eine solide Rendite im mittleren einstelligen Bereich bei Papieren mit dem Rating ‘Investment Grade’.”

Der Profianleger rechnet 2012 mit einer ähnlichen Ablaufrendite wie im Vorjahr von fünf Prozent. “Voraussetzung dafür sind natürlich einigermaßen stabile Märkte. Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie rasch die Stimmung kippen kann und wie schwierig Risiken zu kalkulieren sind.”

Momentan liegen die Risikoprämien der Investment Grade-Unternehmensanleihen 325 Basispunkte über A-Bonitäts-Papieren. “Das ist eine sehr hohe Entschädigung für die Investoren. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in den Kursen eine eventuelle Rezession bereits eingepreist ist und dass der Ratingtrend anhält. Die westlichen Industrienationen erfahren nacheinander Downgrades, während die Schwellenländer Upgrades erhalten. Jüngste Beispiele sind Brasilien in Q4 und Indonesien im Januar. Aufgrund dieser Entwicklung mit dem Schuldenabbau der Schwellenländer und der gegenläufigen Bewegung der Industriestaaten verschieben sich die tatsächlichen Risiken. Ein weiterer Grund für Anleger, diese Anlageklasse zu berücksichtigen “, so Good.

In der Regionenallokation ergeben sich auch in den Emerging Markets immer wieder Verschiebungen, meint der Fondsmanager: “Nachdem im vergangenen Jahr Osteuropa und Lateinamerika leicht korrigierten, sind deren Märkte zurzeit attraktiv. Problematische Tendenzen weist dagegen der mittlere Osten auf. Die Situationen um Syrien und den Iran wirken sich negativ aus.” (mr)

Foto: Shutterstock

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