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28. März 2012, 11:56
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Platin und Gold liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen

Ein spannendes Duell findet derzeit am Markt für Edelmetalle statt: Mal ist eine Feinunze Gold teurer als dieselbe Menge Platin, mal verhält es sich umgekehrt. Mit den neuen exotischen Call-Optionsscheinen von Goldman Sachs lässt sich auf den möglichen Sieger des Zweikampfes setzen.

GoldpreisentwicklungHistorisch betrachtet war Platin fast immer teurer als Gold, zeitweise um bis zu 40 %. Doch im Laufe des vergangenen Jahres näherten sich die Notierungen der beiden Edelmetalle immer weiter aneinander an.

Im Spätsommer 2011 drehten sich die Vorzeichen komplett um: Erstmals seit Anfang der 1990er-Jahre überholte der Goldpreis Platin. Zum Jahreswechsel 2011/12 war eine Feinunze Platin zeitweise sogar knapp über 200 USD billiger zu haben als dieselbe Menge Gold.

Aufholjagd des Platins

Anfang 2012 hat Platin allerdings zur Aufholjagd angesetzt. Der Anstieg seit Silvester fiel ungefähr doppelt so stark aus wie bei der Goldpreisentwicklung. „Auch für den weiteren Jahresverlauf sehen wir Platin stärker als Gold. Wir rechnen sogar damit, dass Platin teurer ist als Gold“, kommentierte vor rund zwei Wochen Torsten Dennin, Portfoliomanager des VCH Commodity Alpha Fonds.

Der Profi sollte schon nach kurzer Zeit Recht bekommen. Platin gelang es, die Lücke zu schließen – und Gold vorübergehend sogar wieder zu überholen.

Der Aufholprozess ging einher mit besseren Wirtschaftsprognosen. Denn im Gegensatz zu Gold, das als Inflationsschutz und Krisenwährung gilt, hängt Platin weitaus mehr von konjunkturellen Faktoren ab: „Der Platinpreis profitiert vor allem von einer steigenden Nachfrage im Bereich der Automobilindustrie, da das Edelmetall hier vorrangig für die Herstellung von Katalysatoren verwendet wird“, so die Experten von GoldMoney, einem der weltweit größten Anbieter von physischen Edelmetallen für Anleger.

Versorgungsengpässe werten Platin auf

Zudem spielen politische Faktoren eine Rolle: In den wichtigsten Platin-Abbauländern Russland, Südafrika und Simbabwe kommt es immer wieder zu Spannungen, die das Risiko von Versorgungsengpässen mit sich bringen. Das schlägt auf dem relativ kleinen Platinmarkt besonders durch: „Nur 200 Tonnen produzieren die Platinminen pro Jahr – gegenüber 2.600 Tonnen Jahresproduktion bei Gold“, rechnet Fondsmanager Dennin vor.

Seite 2: Call-Optionsscheine setzen auf Platin als Gewinner

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