11. Dezember 2012, 07:35

2013 – Weichenstellung statt Apokalypse

Die Königsmarck-Kolumne: Am 21 Dezember 2012 endet der Mayakalender, das Jahr 2013 wird es demnach gar nicht mehr geben. Sollte die Apokalypse – was zu vermuten ist – jedoch vorerst ausbleiben, wird 2013 für die Finanzberatung ein Jahr der Weichenstellung.

Königsmarck

Philipp von Königsmarck, Fidelity

Denn die zunehmende Regulierung und veränderte Kundenanforderungen beeinflussen das Umfeld für Finanzberater wie auch für Fondsanbieter deutlich. Vorgaben und Haftungsanforderungen wachsen stetig. So hat der Gesetzgeber beispielsweise mit dem Paragraf 34f Gewerbeordnung erstmals den Beratungsprozess für unabhängige Finanzberater definiert und Dokumentationsvorschriften festgelegt. Damit steigt der Aufwand für die Beratung und Betreuung eines einzelnen Kunden erheblich. Das führt dazu, dass die Finanzberatung ihre Geschäftsmodelle schärfen muss.

In diesem sich wandelnden Umfeld können Portfoliolösungen den Berater massiv entlasten. Als Komplettlösungen für individuelles Vermögensmanagement unterstützen sie die Beratung darin, zentrale Forderungen umzusetzen, die Gesetzgeber, Verbraucherschützer und nicht zuletzt die Anleger selbst an sie richten. Daher werden solche Lösungen künftig stärker gefragt sein als einzelne Anlageprodukte. Schon heute zeigt die zunehmende Beliebtheit vermögensverwaltender Mischfonds, dass Anleger auf Diversifikation setzen.

Portfoliolösungen, die auf Basis von Risikoprofilen und persönlichen Daten passgenaue Lösungen liefern, sind die logische Weiterentwicklung. Als gemanagte Komplettlösungen gewährleisten sie durch fortlaufende Anpassungen der Vermögensanlage, dass die persönlichen Anlagestrategien der Investoren über die Laufzeit ihrer Depots konsequent eingehalten werden. Damit wird ein kontinuierliches Vermögensmanagement auch breiteren Anlegerschichten zugänglich.

Sollte die Apokalypse also noch nicht kommen, eröffnen sich im kommenden Jahr für unabhängige Finanzberater echte Chancen – wenn sie die Weichen richtig stellen. Ich gehe davon aus, dass die Bedeutung der unabhängigen Beratung durch die sich ändernden Anforderungen steigen wird. Die Nachfrage nach unabhängiger Beratung ist groß. Gut aufgestellte Finanzberater werden daher als Gewinner aus der aktuellen Situation hervorgehen. Dabei wird die Regulierung zu einer Konsolidierung führen. Das bietet guten Beratern Chancen, neue Mandate zu gewinnen.

Der Autor Philipp von Königsmarck leitet den Vertrieb über unabhängige Finanzdienstleister bei der Fondsgesellschaft Fidelity Worldwide Investment, Kronberg im Taunus, und ist regelmäßiger Cash.-Kolumnist.

Foto: Fidelity Worldwide Investment

 

 


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3 Kommentare

  1. Hey Karl, jag tror inte att du ökar på risken att dina barn blir mobbade genom att publicera fina minnen på en blogg, du kan inte orsaka eller skydda ditt barn från mobbning på det viset, hur välvilligt du så klart än menar.
    sammy dress http://www.sammydress.cc

    Kommentar von sammy dress — 31. Januar 2015 @ 08:35

  2. Jaja…die Einsteigertarife waren an allem schuld :) Es war doch schon vor Jahren abzusehen, dass das Prinzip Leute billig in die PKV zu locken, damit sie später bessere Tarife wählen, einfach nicht funktionieren kann. Ich kenne selbst einige “Selbstständige”, die ohne zu überlegen sofort in die PKV gegangen sind, weils da “nur” 120 Euro gekostet hat….Die Marktbereinigung tut der Branche gut aber ich bezweifle, ob die Vollversicherungen auf Dauer noch tragbar sind…das Geschäft liegt ganz klar in den Zusatzpolicen.

    Kommentar von Hr. Meier — 31. Januar 2015 @ 03:03

  3. Da dreht sich bei mir der Magen um, wenn ich das lese “Herr Franken von der DVAG”…die Fehlverhalte und Exzesse einzelener Marktteilnehmer”..bitte an der Stelle mal Selbstkritik üben…vielen Dank.
    Was dieser Artikel verschweigt.. die Generation “Y”, wünscht sich Sicherheit und eine finanzielle Basis nach dem Studium…das bietet eine selbständige Tätigkeit nicht. Nach dem Studium fängt man in der Regel bei “null”auf dem Konto an zu arbeiten. Und woher also das erste Geld verdienen? Richtig VERKAUFEN!!! Ein Null auf dem Konto zwingt zum Verkaufen, “Beratung” wird da Nebensache, und das hilft der Branche leider nicht, ihr Image zu verbessern… wenn man nur das kurzfristige Wachstum im Blick hat, blockiert das beim Umdenken.

    Kommentar von Tom Bein — 30. Januar 2015 @ 15:17

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