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3. Januar 2012, 17:16
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Swisscanto setzt auf europäische Aktien

Zahlreiche Experten erwarten 2012 eine Erholung am Aktienmarkt: “Die anhaltende Risikoaversion der Anleger und unsere Bewertungsmodelle geben Kaufsignale”, sagt etwa Thomas Härter, der die Anlagestrategie der Schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto leitet. Gerade europäische Titel seien momentan “extrem” günstig bewertet.

Kids-euro-online-127x150 in Swisscanto setzt auf europäische Aktien “Selbst wenn die aktuellen Gewinnprognosen 2012 für die europäischen Unternehmen angesichts der drohenden Rezession in Europa weiter nach unten revidiert werden, sind deren Aktien extrem günstig bewertet. Regional tragen wir der extremen Unterbewertung europäischer Aktien mit einem leichten Übergewicht um 1,5 Prozentpunkte Rechnung, teilweise zu Lasten von Japan (plus ein Prozent). Auch Value-Titel haben heute eine Unterbewertung erreicht, die so groß ist wie gegen Ende der sogenannten Tech Bubble im Jahr 2000. Bei unserer Branchenallokation erhöhen wir das Gewicht der Banktitel (plus ein Prozent) zu Lasten des Rohstoffsektors (minus ein Prozent)”, erklärt Härter seine Strategie.

Die Probleme der Banken, sich Eigenkapital zu beschaffen, seien aber noch immer ungelöst. Aber die Liquidität sei sichergestellt, so Härter. In den vergangenen Monaten wurden italienische und spanische Staatsanleihen als zu risikoreich eingestuft. Härter: “Diese Einschätzung haben wir nach der Liquiditätsmaßnahme der Europäischen Zentralbank revidiert. Nicht nur die Refinanzierung der Banken ist auf drei Jahre hinaus gesichert. Die Stabilisierung des Finanzsektors verringert ganz eindeutig die Gefahr für die Staaten, dass sie zur Rettung von konkursgefährdeten Banken einspringen müssen. Unsere Untergewichtung bei spanischen und italienischen Bonds wird deshalb sukzessive reduziert.”

Der Schweizer Franken ist laut dem Leiter der Fondsgesellschaft gegenüber allen anderen Währungen substanziell überbewertet: “Wir behalten unser Übergewicht der norwegischen Krone gegenüber dem Schweizer Franken bei. NOK profitiert vom Wiederanstieg des Erdölpreises. Zudem sind die Wirtschaft und der Staatshaushalt Norwegens in hervorragender Verfassung. Statt des kanadischen Dollars (CAD) halten wir neu eine Long-Position in Schwedenkronen (SEK) zu Lasten des japanischen Yen. Die SEK ist stärker unterbewertet als der CAD und liefert den vierthöchsten Carry innerhalb der Hauptwährungen.” (mr)

Foto: Shutterstock

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