Anzeige
Anzeige
22. Mai 2012, 09:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Börsenindikator Deutschland: Punkt für Punkt zum Börsenerfolg

Am Zertifikatemarkt tummeln sich aktuell etwa 900.000 mehr oder weniger unterschiedliche Produkte. Besonders rar gesät und eigentlich schon als eine aussterbende Gattung zu bezeichnen sind die sogenannten Strategie-Zertifikate, die möglichst auf jede Marktsituation eine passende Antwort liefern sollen.
Zertifikat: Börsenindikator Deutschland
Aber gerade in diesem Punkt liegt der sprichwörtliche „Hund“ begraben. Denn die meisten Strategien sind immer nur in einem ganz bestimmten Marktumfeld bzw. über einen begrenzten Zeitraum hinweg erfolgreich. Da ändern auch die vielversprechendsten Rückrechnungen so manches Newcomers wenig.

Wirklich entscheidend ist, was auf dem „Platz“ sprich in der harten Realität passiert. Leider funktioniert die Börse als Zusammenwirken sämtlicher Marktkräfte immer wieder ein klein wenig anders und lässt sich deshalb auch kaum aus der Vergangenheit heraus hinreichend prognostizieren, eine Entwicklung, die in Zukunft sicher tendenziell noch zunehmen dürfte. Wer deshalb bei seinem Timing-Ansatz zu starre Regeln verfolgt, ist damit häufig zum Scheitern verurteilt.

Strategie Börsenindikator Deutschland

Eine Strategie, die sich erstaunlich gut am Markt geschlagen hat, besteht in dem von Thomas Gebert entwickelten Börsenindikator Deutschland, der aus vier fundamentalen Faktoren Kauf- bzw. Verkaufssignale für den DAX generiert.

Die Entscheidung Aktien oder Geldmarkt erfolgt dabei anhand eines einfachen 4-Punkte-Systems. Bei mindestens drei von vier erzielbaren Punkten am Beobachtungstag wird in den Deutschen Aktienindex investiert, bei nur noch zwei wird die aktuelle Positionierung beibehalten und bei höchstens einem Punkt wird in den Geldmarkt umgeschichtet.

Eine klare Regelung, die stets anhand der Kriterien Zinsen, Inflation, EUR/USD und Jahreszeit erfolgt. Um dabei jeweils einen Punkt zu ergattern, muss die letzte Zinsentscheidung der EZB eine Senkung sein, die Inflationsrate muss sich auf einem niedrigeren, der US-Dollar gegenüber dem Euro dagegen auf einem höheren Niveau als noch vor einem Jahr befinden.

Zuletzt spielt auch die Saisonalität eine wichtige Rolle. Will der Börsenindikator hier punkten, muss sich der Betrachtungstermin gerade im für Aktien günstigen Zeitraum von 1. November bis 30. April befinden. Ansonsten gibt es nichts Zählbares. Insofern müssen in der eher mauen Zeit von Mai bis Oktober schon die restlichen drei Kriterien die für ein Aktien-Engagement notwendigen „Kohlen“ bzw. Punkte „aus dem Feuer holen“.

Der auf diese Weise berechnete Ansatz konnte zwischen Mai 1996 und September 2006 eine Rendite von insgesamt 482 Prozent erzielen, was einer durchschnittlichen Performance von knapp 20 Prozent p.a. entspricht. Auch das im November 2006 von Merrill Lynch darauf emittierte erste Börsenindikator-Deutschland-Zertifikat (ML0BDM), für das nur noch Geld-Kurse gestellt werden, überzeugte bislang mit einer Wertentwicklung von etwas mehr als 50 Prozent, was angesichts der besonders schwierigen Marktphase durchaus außergewöhnlich ist. Im Vergleich dazu erreichte der DAX im gleichen Zeitraum nur ein Plus von gut vier Prozent.

Seite zwei: Merrill Lynch setzt auf Börsenindikator-Deutschland-Index

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Luxemburg beansprucht Sitz der Europäischen Bankenaufsicht

Luxemburg will nach dem Brexit Sitz der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) werden. Nach Ansicht von Premierminister Xavier Bettel hat das Großherzogtum ein Anrecht auf den Umzug der EBA nach Luxemburg.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ratingwissen-Tag: “Plausibilitätsprüfung nicht erforderlich”

Plausibilitätsprüfung und Vertriebsregulierung durch die EU-Richtlinie MiFID II zählten zu den Themen auf dem „15. Fondsrating-Tag/3. Assetmanagement-Tag“ des Veranstalters Ratingwissen am Mittwoch – mit einigen überraschenden Statements.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...