Anzeige
21. Februar 2013, 10:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Küssner-Kolumne: Ja, aber…

Ob Dax oder Dow Jones, Nikkei oder S&P 500: Die großen Aktienindizes sind hervorragend in das Jahr gestartet und erklimmen immer neue Höchststände.

Kolumne von Achim Küssner, Schroders

Küssner

Achim Küssner, Schroders

 

Allein im Januar flossen rund 40 Milliarden US-Dollar in die Aktienmärkte – so viel wie zuletzt vor 13 Jahren. Experten sind überzeugt, es wird ein tolles Aktienjahr. Die Rekordjagd hat zwar auch damit zu tun, dass die Zentralbanken die Märkte mit Liquidität geflutet haben. Aber das ist nicht der einzige Grund: Die Stimmung unter den Anlegern hat sich merklich aufgehellt.

An der Front herrscht Ruhe

Ein Grund für diesen Stimmungsumschwung ist, dass die Eurokrise in den Hintergrund gerückt ist und – Angela Merkel und Co. sei Dank – weitgehend überwunden scheint. Die politische Entschlossenheit hat sich als stark erwiesen, die Eurozone hält zusammen. Und sollten die Probleme doch wieder zu eskalieren drohen, würden wir sehr schnelle Schritte der EZB sehen, die Situation durch Staatsanleihen-Käufe zu stabilisieren. An dieser Front herrscht also scheinbar vorerst Ruhe.

Dennoch ist zu viel Goldgräberstimmung fehl am Platz. Schon im vergangenen Jahr haben wir eine gute Party an den Anlagemärkten gesehen, der Privatanleger stand jedoch mit einem Glas Wasser und der Kopfschmerztablette unsicher am Rand. Obwohl 2012 ein gutes Aktienjahr war, um die 15 bis 20 Prozent wären drin gewesen, haben viele die Rally verschlafen, weil sie den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt verpasst haben.

Party läuft bereits

Anleger sollten daher ganz genau hinschauen, in welche Strategien sie investieren. Wer sich zu sehr von der aktuellen Euphorie leiten lässt und einfach wild drauf los kauft, könnte am Ende wieder böse auf die Nase fallen. Wer dagegen auf Stockpicker-Strategien setzt und gezielt nach den Rosinen im großen Aktien-Kuchen sucht, wird sich am Ende des Jahres über attraktive Renditen freuen können. Wer die Party nicht wieder verpassen will, für den bieten Europa und Japan schon seit einigen Monaten einen guten Einstiegspunkt. Denn die Aktienbewertungen sind hier attraktiv. Auch der amerikanische Aktienmarkt ist für manche positive Überraschung gut – denn das Wachstum jenseits des Atlantiks hat an Dynamik gewonnen, die USA erholen sich immer schneller von der Krise.

Nachholbedarf besteht bei den Value-Strategien – die standen in der Rallye des vergangenen Jahres hinten an, bieten aber trotzdem jede Menge Potenzial. Wobei man hier natürlich auch das Risiko im Blick behalten muss. Für Anleger, die Angst vor einem erneuten Rückschlag haben, sind Absolute Return Strategien das Mittel der Wahl, schließlich bieten sie eine gewisse Sicherheit. Für die ganz verunsicherten Anleger bleibt das Investieren in vermögensverwaltende Fonds. Intelligentes Stockpicking, aktive und lösungsorientierte Strategien – das sind die Schlüssel zum Erfolg. Hauptsache man steht nicht wieder mit einem Glas Wasser am Rand der Party und lässt sein Geld auf dem Sparbuch liegen.

Autor Achim Küssner ist Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH.

Foto: Schroder Investment Management

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...