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15. August 2013, 09:16
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Viele Geister machen Anlegern das Leben schwer

Anleger haben es zurzeit wirklich nicht leicht. Auf der einen Seite mahnen Volkswirte, dass der Inflationsdruck steigt. Es sei nur eine Frage der Zeit …

Kolumne von Achim Küssner, Schroders

Küssner

Achim Küssner, Schroders

.. bis die quantitativen Lockerungsmaßnahmen der Zentralbanken rund um den Globus auch bis in die Realwirtschaften durchdringen. Und dann wäre es da – das Schreckgespenst Inflation.

Auf der anderen Seite warnen Experten vor allem in Europa vor einer steigenden Deflationsgefahr. Die aktuelle Kombination aus schwacher Nachfrage, Angebotsüberschuss und den Geldlockerungsmaßnahmen säe die Samen für eine Deflation, indem sie eine Zombiewirtschaft erschaffe. Der einzige Grund, warum von Deflation in Europa bislang nichts zu spüren sei, wären die Steuererhöhungen – insbesondere bei Einfuhrabgaben und Mehrwertsteuer – die den zugrundeliegenden Deflationsdruck noch verschleiern.

Nur das Streuen des Kapitals hilft

Investoren stehen damit vor einem großen Dilemma: Auf welches der beiden Szenarien sollen sie sich vorbereiten und wie ihr Portfolio am besten schützen? Eine Lösung ist nicht nur aufwendig und teuer, für die meisten Anleger ist sie alleine nicht darstellbar. Denn zunächst gilt es, sowohl die aktuelle Situation als auch ein mögliches zukünftiges Szenario richtig einzuschätzen, und schon das ist keine einfache Aufgabe: Selbst die Zentralbanken liegen mit ihren Vorhersagen regelmäßig daneben.

Mit Rohstoffen, Infrastrukturinvestments, Inflation-linked Bonds, Gold, Währungen oder Agrarland beispielsweise steht Anlegern zur Absicherung ihres Portfolios gegen Inflationsrisiken zwar eine breite Palette an interessanten Assetklassen, zur Verfügung. Doch sollten sie wirklich nur dann solche Assets als Inflationsschutz kaufen, wenn sie bereit sind, diese solange zu halten, bis es zu einer Inflation kommt. Genauso sieht es auf der anderen Seite aus: Eine noch so wirkungsvolle Strategie zum Schutz vor einer Deflation ist nur dann nützlich, wenn sie bis zum Eintreten dieses Szenarios durchgehalten wird. Wer sich unsicher ist, vor welchem Szenario er seine Anlagen schützen möchte, zahlt am Ende unnötig hohe Risikoprämien für Assets, die seine Rendite nicht abzusichern vermögen oder schlimmstenfalls sogar noch weiter mindern, als die Märkte dies ohnehin tun.

In ausgewogenen Multi-Asset-Fonds allerdings können alle Anlageklassen zum Einsatz kommen, die nötig sind, um regelmäßige Erträge zu erwirtschaften und kurzfristige Marktverwerfungen abzufedern, und die Haltedauer der Investments wird vom Profi entschieden. So kann der Portfoliomanager flexibel auf Veränderungen der Vorzeichen im Markt reagieren und nach einer Risikoallokation ausgerichtet seine Strategie jederzeit den möglichen drohenden Gefahren anpassen. Denn er trägt die Verantwortung, die Auswirkungen der Szenarien auf das Portfolio möglichst gering zu halten – egal welches letztendlich eintritt.

Somit sind Multi-Asset-Produkte eine Komplettlösung für langfristig orientierte Anleger und bieten eben auch in unsicheren Zeiten den besten Schutz. Egal ob Inflation oder Deflation, der Kapitalerhalt liegt in der Hand von Experten. Und da gehört er hin.

Autor Achim Küssner ist Geschäftsführer der Schroder Investment Management GmbH.

Foto: Schroder Investment Management

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