Anzeige
Anzeige
28. Mai 2013, 13:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schroders: Anleger zuversichtlich

Viele deutsche Anleger sind optimistisch und wollen noch in diesem Jahr verstärkt investieren, insbesondere in Aktien. Das hat eine Umfrage des britischen Vermögensverwalters Schroders, London, ergeben.

Schroders

Konkrete Ergebnisse des Schroders Global Investment Trends Report 2013: Eine große Mehrheit von 87 Prozent der befragten deutschen Anleger planen in den kommenden zwölf Monaten gleich viel oder mehr als im vergangenen Jahr zu investieren. „Das stärkere Vertrauen der deutschen Anleger ist sicherlich den guten Ergebnissen der Aktienmärkte und den jüngsten Höchstständen geschuldet“, sagt Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management.

Wachstums-Chancen sehen Anleger laut Küssner vor allem an den Aktienmärkten, insbesondere in Asien. Befragt wurden rund 15.000 Anleger aus 20 Ländern (Europa, Asien, USA) – davon 1.000 aus Deutschland – mit einem Anlagevolumen von mindestens 10.000 Euro.

Bundestagswahl spielt wichtige Rolle für Investoren

Ein Grund für die Zuversicht: Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) glauben, dass Angela Merkel im Wahljahr 2013 Bundeskanzlerin bleiben wird. Davon meinen 40 Prozent, dass sich dies positiv auf den Dax und den Euro Stoxx 50 auswirken wird. Von denjenigen, die Peer Steinbrück als neuen Kanzler sehen (17 Prozent), glauben nur sieben Prozent, dass Steinbrücks Wahl für steigende Kurse der großen Indizes sorgt.

Die Deutschen bevorzugen weiterhin den Heimatmarkt: Der Großteil der befragten deutschen Anleger (59 Prozent) setzt bevorzugt auf die Heimatregion. Knapp jeder Zweite (45 Prozent) glaubt aber auch, dass der Asien-Pazifik-Raum, inklusive China, die besten Investment-Chancen bietet. Letzteres gilt im Übrigen nicht nur für die Deutschen – global gehen 46 Prozent der Befragten davon aus, dass die asiatisch-pazifische Region (inklusive China) das größte Ertragspotenzial bietet. Jeder fünfte globale Investor sieht zudem gute Chancen in Zentralasien (22 Prozent) und Südamerika (21 Prozent).

Aus den Ergebnissen wird eine große Diskrepanz zwischen den als attraktiv bezeichneten Anlageregionen und den tatsächlichen Anlagevorhaben deutlich: So sagen zum Beispiel 55 Prozent (58 Prozent im globalen Vergleich) der deutschen Anleger, dass die Region Asien-Pazifik für 2013 das beste Wachstumspotenzial bietet. Doch nur 41 Prozent der Deutschen planen, auch ganz konkret in asiatische Aktien anlegen zu wollen (gegenüber 40 Prozent im globalen Vergleich).

Drei Viertel wollen in Aktien investieren

“Die große Aktienrotation scheint sich ebenfalls anzukündigen – denn laut den Ergebnissen ist zumindest der Wille da”, sagt Küssner: Drei Viertel (76 Prozent) der deutschen Investoren gaben an, im laufenden Jahr in Aktien investieren zu wollen, wobei die Märkte Europas (23 Prozent) und der BRIC-Staaten (23 Prozent) – also Brasilien, Russland, Indien und China – zu ihren Favoriten zählen. Ein Viertel (25 Prozent) will in den Rentenmarkt investieren, wozu Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Schwellenländer-Anleihen gehören. Bemerkenswert: Obwohl die Deutschen als „aktienscheu“ gelten, liegen sie mit Aktien als bevorzugter Anlageklasse noch acht Prozentpunkte über dem Anteil der globalen Investoren, von denen 68 Prozent auf Aktien setzen wollen.

„Viele Anleger dürften festgestellt haben, dass gerade im vergangenen Jahr mit Aktien hohe Renditen möglich waren. Daher ist es naheliegend, dass diese Anlageklasse im Fokus der Investoren steht“, so Küssner. Wo genau in Aktien investiert werden soll, sei überraschend: “Denn es widerspricht der aktuellen Home-Bias. Der Großteil (35 Prozent) der deutschen Investoren glaubt, mit Schwellenländer-Aktienfonds in diesem Jahr die höchsten Erträge zu erzielen. Weitere 31 Prozent gaben an, auf Aktienfonds zu setzen. Auf Platz drei (16 Prozent) rangieren börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sowie auf Platz vier (14 Prozent) Mischfonds, so die Ergebnisse. (mr)

Foto: Schroders

 

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...