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5. Juli 2013, 11:17
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„Wall Street erkennt erst jetzt, dass die Biotech-Firmen Geld verdienen“

Der Nasdaq Biotechnology Index hat jüngst sein Allzeit-Hoch erreicht. Evan McCulloch, Fondsmanager des Franklin Biotechnology Discovery Fund, erläutert, warum das Wachstum des Sektors dennoch weitergehen sollte.

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Evan McCulloch, Fondsmanager des Franklin Biotechnology Discovery Fund

Lange Zeit unterschätzter Sektor

Biotech-Aktien, insbesondere die Branchenschwergewichte, waren lange Zeit zum Teil sehr niedrig bewertet. Von 2009 bis einschließlich 2011 entwickelte sich der Sektor schwächer als der breitere Aktienmarkt.

Die Wall Street hat den Unternehmen über viele Jahre keine lohnenden Investitionen in Forschung und Entwicklung zugetraut. Nun merken Investoren aber allmählich, dass es sich für Biotech-Unternehmen wie auch großen Pharma-Unternehmen durchaus auszahlt, in Arzneimittelforschung und -entwicklung zu investieren.

Weiteres Wachstumspotenzial

Obwohl inzwischen viele Biotech-Medikamente den Weg vom Labor zur Anwendung gefunden haben, notieren Biotech-Large-Caps wie Gilead, Celgene und Biogen Idec derzeit noch mit KGV-Werten von 24, 20 beziehungsweise 24,5. Diese Kennzahlen sind angesichts der Wachstumsraten dieser Unternehmen keinesfalls zu hoch.

Ich denke deshalb, dass die Börsenrally wie auch die Wachstumsstorys bei vielen Unternehmen durchaus noch intakt ist. Wir bauen unseren Fonds Bottom-up auf. Die Firmen müssen uns mit den wichtigsten Kennzahlen überzeugen und beweisen, dass Sie der Konkurrenz in Sachen Entwicklung und Vermarktung ihres Produktes einen Schritt voraus sind.

Lukrative Anlagenischen

Wir haben in den letzten Jahren sehr gezielt auf Teilbereiche der Biotechnologie gesetzt. Als lukrative Anlagenischen erachten wir Arzneimittel für seltene Erkrankungen, Biologika, Arzneimittel-Medizinprodukt-Kombinationen und einige weitere Nischen mit hohem, bislang ungedecktem medizinischem Bedarf.

Die Welt verändert sich schnell, und viele visionäre Unternehmen stehen an der Spitze dieses Wandels. Was heute wie eine Zukunftsvision ausschaut, könnte unseren Alltag im nächsten Jahrzehnt maßgeblich verändern.

Der Sektor ist gut aufgestellt und sollte weiter zulegen. Dafür sorgen verschiedene Treiber wie eine entgegenkommendere FDA (US-Zulassungsbehörde), Pipelines an neuen Medikamenten und gute Voraussetzungen für Fusionen und Übernahmen. Big Pharma hat Geld, und es gibt viele kleine Medikamentenhersteller mit vielversprechenden Produkten in der Entwicklung.

Schwieriges Erstattungsumfeld

Einziger Widerstand ist das immer schwierigere Erstattungsumfeld. Private und öffentliche Zahler in den USA und in Europa sind bei Medikamenten immer geiziger. Dennoch stellen Gilead, Celgene und Biogen nach wie vor starke Wachstumsstorys dar.

Die nächste Large-Cap-Generation

Sie stehen an der Spitze eines ganzen Schwungs von Unternehmen, denen verschiedene maßgebliche Medikamenteneinführungen gelungen sind und die zur nächsten Large-Cap-Generation heranwachsen könnten. Dazu gehören unter anderem Regeneron, Alexion Pharmaceuticals, Medivation, Onyx Pharmaceuticals und BioMarin Pharmaceutical.

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