Anzeige
10. November 2014, 10:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa IM: Japan wird expansive Geldpolitik fortsetzen

Die US-Notenbank Fed hat das Ende des Quantitative Easing beschlossen. In Japan dürfte die expansive Geldpolitik dagegen weitergehen, erklärt Chris Iggo, CIO Fixed Income bei Axa Investment Managers.

Iggo-Chris-Axa-IM-750 in Axa IM: Japan wird expansive Geldpolitik fortsetzen

Chris Iggo, Axa IM

Nach sechs Jahren verkündete die US-amerikanische Notenbank Ende Oktober, künftig keine Anleihen mehr aufzukaufen. In anderen Volkswirtschaften erwartet der Experte der französischen Fondsgesellschaft dagegen eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik: „Es war ein glücklicher Zeitpunkt – während eine Quelle von Zentralbankliquidität austrocknete, begann eine andere stärker zu fließen. Die Bank of Japan ist auf dem Weg, den größten Teil der japanischen Staatsanleihen zu besitzen. Ihre Bilanzsumme dürfte bald so groß sein wie die gesamte japanische Wirtschaft.”

Kein reales Wachstum in Sicht

Die Bank of Japan hat nämlich ihr Ziel für das Wachstum ihrer Bilanzsumme auf 80 Billionen Yen pro Jahr (umgerechnet rund 560 Milliarden Euro) erhöht: „Damit könnte die Bilanzsumme innerhalb des nächsten Jahres um etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes wachsen“, erläutert Iggo. Um dies zu erreichen, werde die Notenbank das Volumen ihrer Staatsanleihenkäufe erhöhen und darüber hinaus auch andere Assets wie REITs in ihr Kaufprogramm aufnehmen.

Möglicherweise müsse sie noch lange Zeit Geld drucken, so Iggo: “Es sei denn, es kommt zu nachhaltiger Inflation und einem realen Wachstum, das stark genug ist, die finanziellen Überschüsse des privaten Sektors sinken zu lassen.“

Der Schritt der Bank of Japan führte kurzfristig zu einem Absinken der Rendite 30-jähriger japanischer Staatsanleihen um 30 Basispunkte. Zudem büßte der Yen gegenüber dem US-Dollar 2,5 Prozent an Wert ein. Doch auch die längerfristigen Folgen sind beachtenswert, so Iggo: „Die Bank of Japan drängt private Investoren zunehmend aus dem Staatsanleihenmarkt heraus – und zwingt sie so, entweder negative reale Renditen zu akzeptieren, oder auf Aktien sowie ausländische Papiere auszuweichen.“

Anleger orientieren sich daher international. Japanische Investoren könnten sich Iggo zufolge zum Beispiel stärker europäischen Investmentgrade-Unternehmensanleihen oder US-Staatsanleihen zuwenden. Beide Anlageklassen böten deutlich höhere Renditen als japanische Anleihen. Auch britische Unternehmensanleihen könnten eine Option sein. „In jedem Fall dürften die resultierenden Mittelflüsse hoch sein – dafür spricht neben den niedrigen Renditen in Japan auch die Tatsache, dass Finanzinstitute auf höhere Renditen auf ihr Kapital angewiesen sind.“ (mr)

Foto: Axa IM

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

GDV: Senioren ab 75 sollen zum Fahrtest

Die Versicherer fordern, dass Autofahrer ab dem 75. Lebensjahr eine verpflichtende Kontrollfahrt absolvieren, um ihre Fahrtüchtigkeit testen zu lassen. “Die Unfallforschung der Versicherer wird in diesem Jahr Standards für eine solche Testfahrt entwickeln”, erklärte Siegfried Brockmann, Chef der Unfallforschung des GDV, in der “Westfalenpost”.

mehr ...

Immobilien

Baubranche fordert Ende des Vorschriften-Dschungels

Angesichts des Wohnungsmangels in vielen deutschen Städten hat die Baubranche eine Vereinheitlichung des Vorschriften-Dschungels der 16 Bundesländer gefordert.

mehr ...

Investmentfonds

Trump könnte Märkte enttäuschen

Von Donald Trump erwarten die Investoren derzeit viel. Allerdings könnte schon bald die Enttäuschung folgen. Die Lage ist keinesfalls entspannt. Gastkommentar von Karsten Junius, Bank J. Safra Sarasin AG

mehr ...

Berater

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marke Brenneisen Capital wird veräußert

Manfred Brenneisen, Chef der Brenneisen Capital mit Sitz in Wiesloch, veräußert den Geschäftsbereich Spezialvertrieb für Sachwertanlagen samt Markennamen. Die persönliche Kontinuität für die Geschäftspartner soll gewahrt bleiben.

mehr ...

Recht

Privathaftpflicht: “Billigkeit” kein Anspruchsgrund für Schadensersatz

Die Privathaftpflichtversicherung dient, im Gegensatz zur Pflichtversicherung, dem Schutz des Versicherten. Ein Schadensersatzanspruch besteht somit nur dann, wenn die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen geradezu erfordern.

mehr ...