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12. Juni 2014, 08:08
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Bayern Invest ebnet Weg zu US-Derivaten

Die Kapitalanlagegesellschaft Bayern Invest hat begonnen, clearing-pflichtige Derivategeschäfte am US-Markt abzuwickeln und somit für ihre Kunden den Weg zu einem uneingeschränkten Handel mit US-Derivaten ermöglicht.

Chicago-Mercantile-Exchange1 in Bayern Invest ebnet Weg zu US-Derivaten

Die Chicago Mercantile Exchange zählt zu den größten Derivatebörsen weltweit.

Das Clearing betrifft Zinsswaps zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Um den außerbörslichen Handel mit Derivaten sicherer und transparenter zu machen, müssen entsprechende Geschäfte nach der europäischen EMIR-Verordnung (European Market Infrastructure Regulation) über zentrale Gegenparteien (CCP) abgewickelt werden.

Deutsches Recht und US-Recht in Einklang bringen

Für den US-Markt gilt mit dem Dodd-Frank Act ein ähnliches Regulierungswerk. Individuelle Clearing-Lösung “Bei einem Clearing am US-Markt besteht für deutsche Investoren die Herausforderung darin, die Anforderungen des deutschen Investmentrechts mit den Standards der US-Derivateregelung in Einklang zu bringen”, erklärte Oliver Decker, Syndikus der Bayern Invest.

Nach deutschem Recht dürfen die CCPs die hinterlegten Sicherheiten nicht poolen. Vielmehr müssen diese buchungstechnisch und insolvenzrechtlich so strukturiert sein, dass sie dem Käufer eines Derivates jederzeit ausschließlich zuzuordnen sind und separat auf segregierten Konten individuell getrennt geführt werden. In den USA ist dieses Vorgehen nicht üblich und weist gegenüber dem deutschen Recht daher teilweise unzureichende Sicherungsverfahren auf.

Individuelle Vereinbarungen mit Clearingmanagern

“Wollen Asset Manager oder auch Treasurer von Unternehmen Derivate am US-Markt handeln, müssen sie eine Lösung für dieses Problem finden”, so Decker. Da die Standard Terms der US-Clearinghäuser auf deutsche Anforderungen keine Rücksicht nehmen, müssen diese in Individualvereinbarungen mit den Clearingmanagern und den Verwahrstellen umgesetzt werden.

Bayern Invest hat diesen Weg im vergangenen Jahr mit ersten Verhandlungen im Kreise der beteiligten Parteien beschritten und nun mit dem ersten Clearing am US-Markt erfolgreich umgesetzt. Neben Morgan Stanley als Clearingbroker war das Clearinghaus LCH.Clearnet in den Lösungsprozess eingebunden.

Foto: Shutterstock/Spirit of America

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