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1. Oktober 2014, 09:19
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Brasilien vor großen Herausforderungen

Am kommenden Sonntag wählt Brasilien seine neue Präsidentin. Für das größte Land Südamerikas ist die Wahl nach Einschätzung der Fondsgesellschaft M&G von enormer Bedeutung, denn die brasilianische Wirtschaft muss dringend reformiert werden.

Brasilien

Brasiliens Bürger hoffen auf ein Ende von Korruption und Reformstau.

Und das unabhängig davon, ob die amtierende Regierungschefin Dilma Rousseff oder ihre Herausforderin Marina Silva das Rennen machen wird. Das sagt Claudia Calich, Fondsmanagerin Anleihen bei M&G Investments. Laut der Brasilianerin befindet sich das Land zurzeit in einer kritischen Phase der Stagflation, in der konjunkturelle Schwäche und Preissteigerung aufeinandertreffen.

“Geld- und Finanzpolitik müssen auf den Prüfstand”

Die neue Regierung müsse daher in mehreren Bereichen Reformen einleiten, so Calich: „Angesichts der zu lockeren Haushaltspolitik ist als Gegengewicht eine sehr restriktive Geldpolitik nötig, um die Inflation einzudämmen. Gleichzeitig müssen die Aufwendungen für Sozialprogramme und Pensionen reduziert werden, da Brasilien bereits unter einer sehr hohen Steuerlast leidet.“ Bei dem derzeitigen Wachstums- und Zinsniveau werde der aktuelle finanzpolitische Kurs zwangsläufig zu einer unhaltbaren Verschuldung führen.

Weiter sagt die Expertin: “Darüber hinaus ist es erforderlich, dass die staatlich geführten Banken sowohl das Kreditvolumen reduzieren als auch die Darlehenszinsen erhöhen, um die Kosten dieser Kredite realistischer abzubilden. Der brasilianische Real muss zudem frei schwanken können, denn trotz einiger Anpassungen in den letzten zwei Jahren ist die Währung noch immer überbewertet.”

Der Wahlausgang wird an den Finanzmärkten zu spüren. Das glaubt auch Calich: „Marina Silva ist die Favoritin der Märkte bei der kommenden Präsidentschaftswahl. Falls sie gewinnt, würden wir eine Rallye im Real, bei Aktien und bei Anleihen sehen. Ein Sieg Dilma Rousseffs würde dagegen negativ bewertet, mit entsprechenden Konsequenzen für die Kurse.“ (mr)

Foto: Shutterstock

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