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10. Oktober 2014, 09:08
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Dossier: Emerging Markets

Schwellenländer gerieten 2013 in schweres Fahrwasser. Doch Hürden wie die Reduktion der US-Anleihekäufe, der Anstieg amerikanischer Staatsanleihen und die schwachen Wachstumszahlen Chinas scheinen inzwischen überwunden, die Börsenkurse streben nach oben.

 

China-Peking-Konsum-750 in Dossier: Emerging Markets

In Schwellenländern wie China gewinnt der heimische Konsum an Bedeutung.

Fondsmanager wie Soo Hai Lim, der den Baring Asean Frontiers Fund lenkt, sieht besonderes Potenzial in der Asean Wirtschaftsgemeinschaft (Asean Economic Community, kurz AEC), die ab 2015 für weitere Zuwächse an den südostasiatischen Märkten sorgen soll. Mit der AEC wird eine Freihandelszone geschaffen, die rund 600 Millionen Verbrauchern zusammenführen kann.

Gemeinsam Handelsplatz für mehr Wachstum

Der Fondsmanager geht davon aus, dass diese Maßnahme das bereits kräftige Wachstum in südostasiatischen Märkten wie Indonesien, Vietnam und die Philippinen nochmals steigern kann.

Noch wichtiger für Investoren: “Die AEC, die unter anderem einen gemeinschaftlichen Markt für den Handel sowie die vollständige Integration in die Weltwirtschaft anstrebt, wird einen Wirtschaftsblock bestehend aus 600 Millionen Verbrauchern bilden und der Asean-Region dazu verhelfen, im Vergleich zu anderen Schwellenmärkten überdurchschnittliche risikoadjustierte Erträge für Anleger zu erwirtschaften”, so der Barings-Experte.

Ein Grund für den Optimismus liegt darin, dass sich die Asean-Region nach Meinung des Fondsmanagers deutlich von den gesamtwirtschaftlichen und politischen Turbulenzen des Jahres 2013 erholt und umfassende Strukturreformen angeschoben hat.

Lim sagt: „Die konjunkturelle Erholung der Asean-Märkte im Jahr 2013 und die Volatilität von Anfang des Jahres 2014 hatten einen spürbaren Einfluss auf die Anlegerstimmung in der gesamten Region und diese Dynamik wird durch die Gründung der AEC im Jahr 2015 weiter unterstützt. Die kontinuierliche Herausbildung einer Verbraucherschicht wirkt sich sehr positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Wachstum aus.” Beispielsweise soll laut Prognosen der prozentuale Anteil an Privathaushalten in der Mittelschicht von 27 Prozent im Jahr 2014 auf 45 Prozent im Jahr 20202 steigen.

Verbraucherausgaben steigen

Aktuell weist der Barings-Fonds ein Übergewicht bei zyklischen Konsumgütern und Finanztiteln auf, was den Anstieg und die positiven Auswirkungen der Verbraucherausgaben in der gesamten Region widerspiegelt. Zudem hat der Fonds regional besonders Vietnam, Indonesien und die Philippinen im Visier: “Vietnam wird weiterhin ausländische Direktinvestitionen anziehen, was auf die attraktive Demografie und die wettbewerbsfähigen Arbeitskräfte zurückzuführen ist, die vor fünf bis zehn Jahren schon dazu beigetragen haben, die Exportbasis ausgehend von Landwirtschaft und Textilwaren hin zu Elektronikartikeln und Kommunikationsmitteln als die größten Exportleistungen zu entwickeln”, so Lim. Die zweite Niederlassung von Samsung in Vietnam werde beispielsweise das größte Werk weltweit sein und nach Fertigstellung im Jahr 2015 die Hälfte der Kapazitäten im Smartphone-Bereich umfassen.

Lesen Sie auf Seite Zwei, welche Regionen ebenfalls aussichtsreich sind.

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