Anzeige
6. Februar 2014, 15:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Fed nicht alleine für Schwellenländer-Absturz verantwortlich”

Nach Meinung von Devan Kaloo, Head of Emerging Markets bei Aberdeen Asset Management, ist die Schwächephase in den meisten Schwellenländern nur temporär. Es bleibe jedoch die Schlüsselfrage, ob und wie die Volkswirtschaften die Verknappung und Verteuerung des Kapitals verkraften.

Istanbul750 in Fed nicht alleine für Schwellenländer-Absturz verantwortlich

Istanbul: Die Türkei war das erste Schwellenland, das mit einer drastischen Erhöhung des Leitzinses auf den Währungssturz reagiert hatte.

“Für die derzeitigen Verluste an den Schwellenländermärkten können nicht nur die jüngsten Entscheidungen der US-Notenbank (Fed) verantwortlich gemacht werden, denn ihre Performance liegt bereits seit drei Jahren hinter derjenigen der Industrieländerbörsen, wohingegen die Gerüchte um eine Drosselung der quantitativen Lockerungsmaßnahmen der Fed die Anleger erst seit Mai letzten Jahres beschäftigen”, so Devan Kaloo.

Darüber hinaus drückten die Abkühlung der chinesischen Konjunktur und die seit Jahren rückläufige Rentabilität der Schwellenländerunternehmen auf die Anlegerstimmung. Dennoch hätten die fundamentalen Argumente für die Anlageklasse noch immer Bestand.

Kapital wird teurer und knapper

Es stelle sich nun die Frage, wie die Schwellenländer damit umgehen können, dass Kapital sowohl knapper als auch teurer wird. “Die Schwellenländerwährungen sind jetzt günstiger, so dass die Exporte erneut anziehen könnten, während die höheren Zinsen das Binnenwachstum und die Importe drosseln werden. Dies könnte sich positiv auf die Leistungsbilanzen auswirken, so dass die Währungen gestützt werden und die Zinsen wieder sinken könnten”, erläutert der Schwellenland-Experte von Aberdeen Asset Management.

Zudem riefen die Erzeugnisse der letzten Monate der Politik in Erinnerung, dass es globales Kapital zu mobilisieren gilt, was sie dazu veranlassen könnte, weitere Reformen innerhalb der Schwellenländer voranzutreiben. Denn die Rentabilität vieler Unternehmen aus Schwellenländern sind gesunken, da sie mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und dem Druck auf die Margen im Gefolge von Kostensteigerungen zu kämpfen gehabt hätten.

Im Gegensatz dazu konnten die Unternehmen in den Industriestaaten, insbesondere in den USA, ihre Rentabilität wahren, da sie die Kosten rigoros gesenkt und umfangreiche Aktienrückkaufprogramme umgesetzt haben, so Kaloo.

Seite zwei: Schwellenländer vor Herausforderungen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Bausparen – zurück zu den Wurzeln

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat unlängst entschieden, dass die Kündigung alter Bausparverträge mit hohen Zinsen rechtens ist. Vor diesem Hintergrund wird das Bausparen seinem ursprünglichen Ziel wieder gerechter. Für Bausparer ist das eine gute Nachricht.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Postbank meldet starken Gewinneinbruch

Die anhaltenden Niedrigzinsen halten die Postbank unter Druck. Im vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern um gut zehn Prozent auf 468 Millionen Euro teilte, die Deutsche-Bank-Tochter in Bonn mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...