Anzeige
24. Januar 2014, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Warum der Goldpreis kein Beispiel für einen Schweinezyklus ist

2013 erwies sich als eines der enttäuschendsten Jahre für Goldanleger in den vergangenen drei Dekaden. Anleger mit einem längerfristigen Horizont können die Entwicklungen auf dem Goldmarkt allerdings für sich nutzen.

Gastbeitrag von Dr. Joachim Berlenbach, Earth Resource Investment Group

Goldpreis

“Seit Beginn des Jahres 2014 hat sich der Goldpreis wieder etwas erholt und im Markt mehren sich die Stimmen, die das schwankende Zusammenspiel von Nachfrage und Angebot mit einem klassischen Schweinzyklus vergleichen. Allerdings gibt es markante Unterschiede.”

Die Tragödie für Goldinvestoren begann am 12. April 2013, als auf einen Schlag 400 Tonnen mit einem Marktwert von etwa 20 Milliarden US-Dollar verkauft wurden.

Dieser erste Schock löste weitere Verkaufswellen aus. Bis Ende 2013 wurden in der westlichen Welt etwa 1.300 Tonnen Gold verkauft und der Goldpreis fiel im Jahresverlauf um 28 Prozent. Entsprechend pessimistisch waren und sind viele Investoren.

Höhepunkt bei Goldnachfrage in China und Indien

Doch viele Anleger aus dem Westen übersehen eine fundamentale Entwicklung: Die Goldnachfrage in China und Indien erreichte 2013 einen neuen Höhepunkt; auch viele Zentralbanken erhöhten weiterhin ihre Goldpositionen. Alleine die chinesische Nachfrage von Privatkäufern wie der Zentralbank stieg auf über 1.000 Tonnen, wovon der Großteil importiert wurde.

Diese positiven Entwicklungen könnten längerfristig ein Katalysator für eine positivere Einstellung von Investoren sein, falls sich der Trend auch dieses Jahr fortsetzen sollte.

Absturz des Goldpreises mit dramatischen Folgen

Für die Produzenten des Edelmetalls hatte der Absturz des Goldpreises dramatische Folgen: Viele Minen schreiben angesichts hoher Gesamtkosten rote Zahlen und mussten ihre Kosten deswegen kurzfristig rapide senken. Dabei wurden vor allem Explorationsprogramme und Investitionen in neue Projekte gekappt.

Gleichzeitig wird auf vielen Minen zuerst das Gestein mit hohen Goldgehalten abgebaut, was kurzfristig hilft, mittelfristig die Kosten aber deutlich steigert, da der Goldgehalt sinkt und für jede Unze mehr Gestein teuer gefördert werden muss. All diese Maßnahmen gehen zu Lasten der längerfristigen Profitabilität der Industrie.

Seite zwei: Goldpreis etwas erholt

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

1 Kommentar

  1. aktueller Goldpreis???

    Kommentar von Ilona — 28. Januar 2014 @ 20:18

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...

Immobilien

Gewerbeimmobilien: US-Notenbanker warnt vor Übertreibungen

Paul Rosengreen, Chef der Notenbank von Boston, hat davor gewarnt, dass der Markt für Gewerbeimmobilien mögliche wirtschaftliche Probleme verstärken könnte.

mehr ...

Investmentfonds

Moventum und Phoenix Investor arbeiten zusammen

Moventum und die Vermittlerplattform Phoenix Investor arbeiten mit Moventum S.C.A. zusammen, um die Präsenz in Tschechien, der Slowakei und Österreich zu stärken. 

mehr ...

Berater

DVAG, MLP & Co.: Mehr Frauenpower im Finanzvertrieb

In der Finanz- und Versicherungsberatung sind Frauen immer noch in der Minderheit. Und das, obwohl die Beratertätigkeit heute schon gender-neutrale Vergütungs- und Entwicklungschancen bietet.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

Koalition entschärft Präventionsgesetz gegen Immobilienblase

Die große Koalition reagiert auf Kritik aus den Reihen der Kredit- und Wohnungswirtschaft: Der Finanzaufsicht Bafin werden weniger Instrumente als geplant zur Verfügung stehen, um gegen eine drohende Immobilienblase vorzugehen.

mehr ...