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30. Juli 2014, 12:22
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MFS: Extreme Risiken nehmen zu

Zu Jahresanfang gingen wir davon aus, dass das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum höhere US-Staatsanleiherenditen zur Folge haben würde.

Autor: Robert M. Hall, MFS Institutional Fixed-Income Portfolio Manager

MFS

Robert M. Hall, MFS Investment Management

Wir erwarteten zunächst eine Versteilung der Zinsstrukturkurve durch einen überproportionalen Anstieg der Langfristrenditen, gefolgt von einer Verflachung durch einen überdurchschnittlichen Anstieg der Kurzfristrenditen. Wir gingen nämlich davon aus, dass auf das Tapering 2015 Leitzinserhöhungen folgen würden. Wie viele andere Marktbeobachter auch haben wir die Entwicklung der Staatsanleiherenditen falsch eingeschätzt. Heute sind sie deutlich niedriger als zu Jahresbeginn, wobei die Langfristrenditen stärker fielen als die Kurzfristrenditen. Einhergehend mit den Kursgewinnen wurde die Kurve flacher.

Unerwartet schwaches Wachstum

Zu Jahresbeginn hatten wir uns zwar dem Marktkonsens angeschlossen, hielten aber auch Überraschungen für denkbar, beispielsweise ein unerwartet schwaches Wachstum, weltpolitische Spannungen oder eine unerwartete Inflationsentwicklung. All dies trat dann tatsächlich ein.

Das Wirtschaftswachstum lag nicht über dem Trendwachstum. Den jüngsten BIP-Zahlen zufolge ist die US-Wirtschaft im 1. Quartal aufgrund des harten Winters und des Abbaus der Lagerbestände geschrumpft. Ungünstig waren auch die Abwärtsrevisionen der Gesundheitsausgaben. Das schwache Wachstum ist aber lediglich die Folge von Sondereffekten; das Trendwachstum bleibt robust.

Weltpolitische Entwicklungen haben in diesem Jahr bislang eine wichtige Rolle gespielt. Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen nach der Intervention in der Ukraine haben für niedrige Renditen gesorgt.

Das Interesse an „sicheren Häfen‘‘ und damit an US-Staatsanleihen nahm zu, und am Ende könnten die Anleiherenditen auch durch ein geringeres Wirtschaftswachstum infolge der Spannungen fallen. Ähnliche Auswirkungen könnte auch ein Ölpreisschock aufgrund des irakischen Bürgerkriegs haben.

Seite zwei: Ausverkauf befürchtet

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