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28. April 2014, 12:59
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Robeco rät zur Vorsicht am Rentenmarkt

Die niederländische Fondsgesellschaft Robeco sieht zurzeit gleich mehrere akute Gefahrenherde für Anleiheinvestoren. Insbesondere ein rasches Anheben der Leitzinsen hätte nach Meinung der Experten negative Folgen.

Rentenmarkt

Sander Bus, Robeco

 

„In den USA könnte die Notenbank Fed feststellen, dass sie ihre Leitzinsen wegen der robusten Wirtschaft früher anheben muss als avisiert. Für die Rentenmärkte, die bisher stark von monetären Stimuli profitiert haben, wäre dies kein positives Szenario“, sagt Sander Bus, Leiter des Credit-Teams bei Robeco.

Deflation droht

In Europa fürchtet Sander rückläufige Verbraucherpreise: „Eine Deflation gefährdet die Fähigkeit der zumeist hochverschuldeten Staaten, ihre Schulden zu bedienen.“

Den internationalen Rentenmärkten drohen nach Einschätzung von Robeco schwierigere Zeiten. Die Herausforderung aus Sicht der Robeco-Analysten: Die starke Versorgung mit Notenbank-Liquidität hat die Grundlage für eine Kreditblase in den Schwellenländern geschaffen.

Bereits jetzt in die Bondmärkte der Emerging Markets zurückzukehren, hält Bus für verfrüht und rät Anleiheinvestoren aber auch grundsätzlich zur Vorsicht: „In den entwickelten Märkten bevorzugen wir aktuell eine konservative Positionierung. Investmentgrade-Unternehmensanleihen bewerten wir neutral, das High-Yield-Segment gewichten wir nun leicht unter.“

USA gehen voran

Nach einer aktuellen Analyse von Robeco laufen die Anleihemärkte der unterschiedlichen Segmente und Weltregionen nicht synchron. Die USA sind demnach in die Phase der wirtschaftlichen Expansion eingetreten, was die dortigen Unternehmen mit immer größeren Kredithebeln arbeiten lässt. Europäische Firmen agieren dagegen vergleichsweise konservativ, da der Kontinent das Rezessionstal erst kürzlich verlassen hat.

Die Schwellenländer wiederum sehen sich mit härteren Kreditbedingungen und gleichzeitig mit einem schwächeren Wachstum konfrontiert. Robeco sieht die Anleihen der Emerging Markets in einem Bärenmarkt, während qualitativ hochwertige Zinspapiere mit Investmentgrade-Rating den Zenit des aktuellen Bullenmarktes noch nicht erreicht haben.

Bus warnt Renteninvestoren allerdings davor, auf die unterschiedliche Entwicklung der Regionen im Konjunktur- beziehungsweise Kreditzyklus zu setzen: „Zum einen werden sich die europäischen Anleihemärkte nicht von der Entwicklung in Nordamerika lösen können. Zum anderen dürfte die derzeitige Abkopplung der entwickelten Märkte von den Schwellenländern wahrscheinlich nicht von Dauer sein.“ (mr)

Foto: Robeco

 

 

 

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