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23. September 2014, 09:21
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Schlüsselthema Wasserverbrauch

Der Anbau von Lebensmitteln verlangt enorme Mengen an Wasser. Moderne Bewässerungsmethoden und wassereffiziente Lebensmittel werden daher immer wichtiger.

Marktkommentar: Markus Güntner, Swisscanto

 

Wasser

Markus Güntner, Swisscanto

Denn 40 Prozent der Menschen leben in Regionen mit knappen Wasserressourcen, insbesondere im Nahen Osten, Nordafrika und weiten Teilen Asiens.

Damit sich die Wasserknappheit nicht weiter verschärft, ist es entscheidend, die Wassernachfrage vom Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum zu entkoppeln. Ein entscheidender Ansatz liegt dabei in der Lebensmittelproduktion, da die Herstellung von Lebensmitteln für 70 Prozent der globalen Wassernachfrage verantwortlich ist. Die Senkung des Wasserverbrauchs ist entsprechend das Schlüsselthema bei unseren Wasserinvestments.

Entwicklung zu “More crop per drop”

Wie wichtig Lebensmittel für den indirekten Wasserverbrauch der Menschen sind, zeigt folgende Faustregel: Zur Produktion jeder Kalorie, die eine Person zu sich nimmt, ist ungefähr ein Liter Wasser erforderlich. Somit erfordert die gesunde Ernährung eines Erwachsenen etwa rund 3000 Liter Wasser pro Tag. Dies ist ein Vielfaches gegenüber dem direkten Trinkwasserbedarf pro Kopf und Einwohner, etwa in der Schweiz oder in Deutschland, von rund 200 Litern.

Wenn also einerseits die gesamte Menschheit ernährt und andererseits die Wasserressourcen nachhaltig bewirtschaftet werden sollen, muss in der Landwirtschaft eine Ertragssteigerung des eingesetzten Wassers stattfinden (“More crop per drop”).

Enormer Nachfrageschub

Dies ist möglich, wenn moderne Bewässerungssysteme eingesetzt werden und Lebensmittel produziert werden, die weniger Wasser bei der Herstellung benötigen. Immerhin rund ein Fünftel des weltweiten Ackerlandes wird heute künstlich bewässert. Unternehmen, die einen direkten oder indirekten Beitrag zum Thema “More crop per drop” leisten, gehört die Zukunft. Sie sind daher interessant für Investoren.

Ein gutes Beispiel ist der Einsatz einer modernen Tröpfchenbewässerung, die das Wasser direkt an die Wurzeln der Pflanzen bringt. So lässt sich mehr als die Hälfte des Wassers einsparen. Denn bei den traditionellen Bewässerungssystemen strömt das Wasser ungezielt aus und der Großteil davon erreicht die Pflanze niemals. Hersteller dieser Systeme dürften von einem enormen Nachfrageschub profitieren und ihre Entwicklungen weiter vorantreiben.

Seite zwei: Einsparpotenzial bei Herstellung von Lebensmitteln

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