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24. November 2015, 09:50
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Anleihen: J.P. Morgan AM rät flexibel und global zu agieren

Nach Meinung von J.P. Morgan Asset Management sollten sich Anleger global aufstellen, um im Anleihesegment alle Möglichkeiten zur Ertragserzielung auszunutzen.

Michael-Mewes-JP-Morgan-AM in Anleihen: J.P. Morgan AM rät flexibel und global zu agieren

Michael Mewes, J.P. Morgan Asset Management: “Anleiheinvestoren werden aktuell deutlich für potenzielle Zahlungsausfälle entschädigt.”

Die Renditen der Staatsanleihen aus der Eurozone erreichten zuletzt neue Tiefstände. Hintergrund für diese Entwicklung ist, dass die Europäische Zentralbank in Aussicht gestellt hat, zusätzliche quantitative Lockerungsmaßnahmen zu beschließen. Als Folge nähert sich der Anteil der Euro-Staatsanleihen, die mit negativer Rendite notieren, den Rekordständen vom April 2015.

Zwei Drittel der Euro-Staatsanleihen unter einem Prozent

“In der letzten Woche konnte sogar Portugal erstmals kurzfristige Anleihen mit negativer Rendite begeben. Deutschland platzierte zweijährige Papiere mit einer Rendite von -0,4 Prozent – das ist ein Rekordtief”, betont Michael Mewes, Leiter des Anleihenteams bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Der Experte führt aus, dass mehr als zwei Drittel der Staatsanleihen aus dem Euroraum mit weniger als einem Prozent rentieren. Angesichts der steigenden Herausforderungen für die Ertragsgenerierung könnten Anleger deshalb weiterhin erwägen, sich im Risikospektrum ins Segment der europäischen Hochzinsanleihen vorzuwagen: Der Barclays Pan-European High Yield Index bietet beispielsweise derzeit eine Rendite von fast fünf Prozent.

Go global – go flexible

“Anleiheninvestoren werden bei Hochzins­anleihen aktuell deutlich für potenzielle Zahlungsausfälle und eine erhöhte Volatilität entschädigt”, unterstreicht Mewes.  Wichtig sei dabei, sich flexibel zu positionieren, um die gesamte Spannbreite der Anleihenmärkte nutzen zu können. Des Weiteren sei eine Internationalisierung der Investments sinnvoll: “Die Differenz 10-jähriger US-Staatsanleihen im Vergleich zu deutschen Bundesanleihen liegt fast bei 1,5 Prozent, das ist historisch signifikant. Diese Mehrrendite ist nicht nur bei Staatsanleihen, sondern in allen Anleihensegmenten zu beobachten. Und nicht zu vernachlässigen ist, dass die Internationalisierung zumeist auch aus Diversifikationssicht Sinn macht”, so das Fazit von Michael Mewes. (fm)

Foto: J.P. Morgan Asset Management

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