Axa IM favorisiert Small Caps in Europa

De Gavoty sieht Nebenwerte als Anlageklasse, die strukturell höhere Renditen ermöglichen kann als Standardwerte. Small Caps hätten sich in jedem Jahr außer 2008 besser entwickelt als Large Caps – selbst wenn man die Renditen aus dem vorigen Konjunkturzyklus mit einbeziehe. „2008 war der Hauptgrund für die Underperformance die Liquiditätskrise nach dem Kollaps von Lehman Brothers“, so die Expertin. Auf diesen nach wie vor häufig übersehenen Vorzug von Nebenwerten weist auch Uwe Diehl, Head of Client Group Germany & Austria bei Axa IM, hin: „Dass Small Caps langfristig höhere Renditen bieten als Large Caps, ist durch historische Daten eindeutig belegt. Investoren sollten deshalb gerade im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld nicht leichtfertig auf die Anlageklasse verzichten.“

„Höhere Volatilität relativiert sich“

Diehl hält auch Bedenken wegen der vergleichsweise hohen Volatilität von Small Caps für überzogen. „Zwar ist es richtig, dass Nebenwerte auf kurze Sicht häufig höhere Kursschwankungen aufweisen“, erläutert er. „Doch das relativiert sich, wenn man langfristig investiert und zudem die positiven Diversifikationseigenschaften der Anlageklasse in die Betrachtung einbezieht. In einem professionell aufgebauten Portfolio können Small Caps durchaus die Renditechancen erhöhen, ohne dass dadurch die Volatilität zunimmt.“ (fm)

Foto: Axa IM

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