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24. Dezember 2015, 08:05
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Deutsche Bank: Zehn Prognosen für das Anlagejahr 2016

Die zyklische Erholung in den Industrieländern setzt sich fort, Privatanleger sollten ihr Portfolio breit streuen und auf Aktien setzen: Zehn Prognosen von Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.

Dr -Stephan-DB750 in Deutsche Bank: Zehn Prognosen für das Anlagejahr 2016

Ulrich Stephan, Deutsche Bank: “Sorgen um Europa, Ruhe in den USAPolitische Sorgen dürften auch 2016 das Geschehen in Europa bestimmen.”

1. Politik: Sorgen um Europa, Ruhe in den USAPolitische Sorgen dürften auch 2016 das Geschehen in Europa bestimmen. Zur Verunsicherung der Märkte könnten zum Beispiel die Diskussion um den Ausstieg Großbritanniens aus der EU („Brexit“) oder Bestrebungen zur Abspaltung Kataloniens beitragen. Als Hauptrisiko sehe ich jedoch die schleppende Umsetzung von Reformen im Euroraum. In den USA stehen die Zeichen dagegen auf Stabilität. Demokraten und Republikaner haben einen Haushaltskompromiss vereinbart, der über die Präsidentschaftswahl hinausreicht; mögliche negative Auswirkungen des Wahlkampfs scheinen damit überschaubar.

2. Wachstum: Schwacher Trend, stabiler Zyklus Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich wieder leicht beschleunigen: Ich erwarte für 2016 ein Plus von knapp 3,5 Prozent, nach 3,1 Prozent im laufenden Jahr. Besonders Binnenkonsum und Dienstleistungen sollten Wachstumstreiber sein und zu einer zyklischen Stabilisierung beitragen. Deutschlands Wirtschaft könnte 2016 auch dank der Zuwanderung um 1,9 Prozent wachsen. Für China erwarte ich 2016 eine leichte Verlangsamung auf 6,5 Prozent, die USA sollten geringfügig auf 2,5 Prozent zulegen können.

3. Geldpolitik: Notenbanker auf unerforschtem Gebiet Die Notenbanken sollten die globalen Kapitalmärkte auch weiterhin stark beeinflussen und dabei teils geldpolitisches Neuland betreten. Nach der ersten Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed im Dezember erwarte ich ein bis zwei weitere Schritte im Jahr 2016. Dagegen lockert die EZB ihre Geldpolitik weiter: Anfang Dezember hat sie ihren Einlagenzinssatz auf minus 0,3 Prozent gesenkt und ihr Anleihekaufprogramm bis mindestens März 2017 verlängert.

4. Währungen: Wechselkurse als Performance-Treiber Ich gehe davon aus, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter an Stärke gewinnen wird. Im Jahresverlauf sollte die Parität erreicht werde, bis Ende 2016 ist ein Euro/Dollar-Kurs von 0,90 drin. Investitionen in US-Dollar könnten so aus Sicht eines Euro-Anlegers für Währungsgewinne sorgen. Auch der chinesische Renminbi sollte seinen Aufschwung gegenüber dem Euro 2016 fortsetzen. Bei einigen Schwellenländern, zum Beispiel Brasilien oder der Türkei, ist mit stärkeren Wechselkursschwankungen zu rechnen.

5. Renten: Viel Ärger für wenig Rendite Anleihen mit eher geringem Risiko – zum Beispiel Bundesanleihen – dürften auch 2016 kaum interessante Renditen bringen. Potenzial sehe ich bei US-Unternehmensanleihen hoher Qualität (Investment-Grade-Anleihen), die für rund 3,5 Prozent Rendite gut sein könnten. Vorsicht bei US-Hochzinsanleihen, hier drohen steigende Ausfallraten.

Seite zwei: Aussichten für Aktien, Rohstoffe und Immobilien

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