12. Oktober 2015, 11:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DSGV: Notenbanken dürfen Zeitpunkt zur Zinswende nicht verpassen

Für ein klares Signal zum Ausstieg aus der Niedrigzinsphase spricht sich Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), aus.

Fahrenschon750 in DSGV: Notenbanken dürfen Zeitpunkt zur Zinswende nicht verpassen

Georg Fahrenschon, DSGV, fordert Signal der Notenbanken zur Zinswende.

“Die Notenbanken in den USA und der EU dürfen den Zeitpunkt für eine Zinswende nicht verpassen. Dauerhaft niedrige Zinsen bringen uns in immer riskantere Gewässer. Je früher man wieder festen Boden ansteuert, desto besser”, so Fahrenschon. Das Zinsniveau bewegt sich weltweit nominal und real auf historisch extrem niedrigen Werten. Bereits seit 2009 sind die Leitzinsen in den USA nicht mehr gestiegen, in der Eurozone hat die EZB 2011 mit immer weiteren Zinssenkungen begonnen.

Geldpolitische Maßnahmen in der Eurozone obsolet

Der DSGV-Präsident zeigt sich überzeugt, dass die zusätzlichen geldpolitischen Maßnahmen in der Eurozone zuletzt nicht mehr erforderlich waren. Das gelte sowohl mit Blick auf die wirtschaftliche Lage Deutschlands als auch im gesamten Euroraum. Für die Vertrauensbildung und die Stärkung der Investitionen seien sie sogar kontraproduktiv gewesen.

Schleichender Vertrauensverlust

Auch die zögerliche Haltung der US-amerikanischen Notenbank Fed kritisierte Fahrenschon. Sie hätte am 17. September auf jeden Fall die Zinsen erhöhen müssen. Jetzt habe sie mit einem schleichenden Vertrauensverlust und einer Verunsicherung der Investoren zu kämpfen. Fahrenschon warb dafür, nicht bis zum Jahresende zu warten, um die erste, kleine Zinserhöhung zu vermelden. “Jedem ist klar, dass der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik nicht einfach wird. Es wird aber nicht besser, wenn man noch länger wartet – im Gegenteil”, so Fahrenschon. Die Märkte bräuchten viele, kleine Schritte, damit es nicht zu größeren Verwerfungen komme. (fm)

Foto: DSGV

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Stuttgarter: Digitalisierung schreitet voran

Die Stuttgarter bietet ihren Geschäftspartnern ab sofort einen vollständig elektronischen Antragsprozess: den eAntrag mit eSignatur. Vermittler sollen damit Anträge schnell und komfortabel unterschreiben und einreichen können.

mehr ...

Immobilien

BGH: Bausparkassen dürfen gut verzinste Altverträge kündigen

Bausparer haben keine Chance, sich gegen die Kündigung eines alten Bausparvertrags mit hohen Zinsen zu wehren. Einen solchen Vertrag über mehr als zehn Jahre als reine Sparanlage laufen zu lassen, widerspreche dem Sinn und Zweck des Bausparens, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe.

mehr ...

Investmentfonds

Pross: “Ergebnis der Fondsbranche ist mehr als respektabel”

Das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen ist in 2016 gestiegen. Das Neugeschäft konnte indes nicht überzeugen, wie die aktuellen Zahlen des Fondsverbandes BVI insbesondere für den Retail-Markt belegen.

mehr ...

Berater

Schenkungssteuer: Vorsicht bei Vermögenstransfers

Verheiratete Führungskräfte müssen aufpassen. Vermögenstransfers können unerwartet Schenkungsteuer auslösen. Die aktuelle Rechtsprechung erhöht den Handlungsdruck. Welche Steuerfallen drohen und wie sie sich umgehen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG aus Leipzig hat das etwa 47.000 Quadratmeter große Multi-Tenant-Objekt „Union Center“ im Zentrum Saarbrückens erworben – schon die vierte Transaktion innerhalb von nur drei Wochen.

mehr ...

Recht

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...