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19. Mai 2015, 10:13
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“Eurozone ist Comeback Kid”

Gemeinsam mit Cash. spricht Max Holzer, Leiter Asset Allocation bei Union Investment, über die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten und wie man die deutschen Sparer an den Aktienmarkt heranführen könnte.

Eurozone

“Wir müssen den Sparern Brücken in den Aktienmarkt bauen.”

Cash.: Nachdem der Dax lange Zeit im Aufwind war, befindet er sich seit Mitte März in einer Seitwärtsbewegung. Lohnt der Einstieg in Aktien noch oder bereits wieder?

Holzer: Der Einstieg lohnt nach wie vor, gerade in der Eurozone. Und dafür gibt es mehrere gute Gründe. Ein wesentlicher Punkt ist die extrem lockere und damit unterstützende Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Mit ihren monatlichen Anleihekäufen im Volumen von 60 Milliarden Euro drückt sie sowohl die Zinsen also auch den Außenwert des Euro. Für die Unternehmen ist beides sehr positiv. Durch den schwachen Wechselkurs der Währung wird zum Beispiel automatisch die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Dadurch springt der Export in andere Regionen – etwa in den Dollarraum – an und das Umsatzpotenzial wird erhöht. Die niedrigen Zinsen verringern gleichzeitig die Refinanzierungskosten, die Marge steigt also. Beides unterstützt die Unternehmensgewinne. Trotz der teils deutlichen Kursanstiege sind die Aktien aber noch nicht teuer. Hinzu kommt, dass den Investoren Alternativen fehlen. Nimmt man diese Punkte zusammen, so ergibt sich ein klares Bild: Aktien sind das Gebot der Stunde und ein Ende der Aufwärtsbewegung ist noch nicht auszumachen.

Warum profitieren deutsche Anleger immer noch zu wenig von der Entwicklung an den Aktienmärkten und wie lässt sich die Zurückhaltung beenden?

Das ist in der Tat gleichermaßen schade wie erstaunlich. Die Deutschen sind – oft zu Recht – stolz auf ihre Unternehmen und deren Produkte, aber um die Aktien der gleichen Konzerne machen sie in der Mehrheit einen großen Bogen. Dabei wirken gerade auf den deutschen Aktienmarkt die unterstützenden Faktoren jetzt mit voller Kraft, wie die Dax-Rekordjagd vom Jahresanfang unterstreicht. Wahrscheinlich rührt die Skepsis der deutschen Anleger aus einer Mischung von schlechten Erfahrungen – denken Sie an den “Neuen Markt” und die Dotcom-Blase – und mangelnder Finanzbildung.

Seite zwei: “Brücken in den Aktienmarkt bauen”

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