Anzeige
Anzeige
16. März 2015, 12:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schweiz berechnet Kosten des Franken-Tsunami

Zwei Monate nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Franken-Deckel abgeschafft hat, bereiten die Währungshüter ihre ersten Konjunkturprognosen vor, die die Auswirkungen dieses Schritts berücksichtigen.

Schweiz-750 in Schweiz berechnet Kosten des Franken-Tsunami

Die starke Aufwertung des Franken nach Aufgabe des Mindestkurses dürfe die Schweizer Wirtschaft erheblich getroffen haben.

SNB-Präsident Thomas Jordan stellt den Ausblick am Donnerstag bei seiner geldpolitischen Lagebeurteilung vor.

“Die starke Aufwertung des Franken nach Aufgabe des Mindestkurses dürfte die Schweizer Wirtschaft erheblich getroffen haben”, sagt Martin Güth, Ökonom bei der LBBW in Stuttgart. “Wir gehen davon aus, dass die SNB weiterhin eine abwartende Haltung einnehmen wird. Sollte der Franken jedoch aufwerten, wird sie erneut an den Devisenmärkten intervenieren oder sogar die Zinsen erneut senken.”

SNB-Direktorium wendet sich an die Öffentlichkeit

Nach der Aufgabe des Mindestkurses des Franken zum Euro – ein Schock, der vom Swatch-Chef Nicolas Hayek als “Tsunami” bezeichnet worden war – hat das drei Mitglieder umfassende SNB-Direktorium am Donnerstag Gelegenheit, sich gemeinsam an die Öffentlichkeit zu wenden. Sie werden eine Pressekonferenz abhalten und brechen so mit der bislang üblichen Praxis, der zufolge eine solche Veranstaltung erst im Juni vorgesehen wäre.

Die Notenbank wird den Einlagensatz diese Woche bei minus 0,75 Prozent belassen, sagten 21 von 26 befragten Ökonomen in einer monatlichen Bloomberg-Umfrage voraus. Der Rest erwartet, dass die SNB die Kosten anheben wird. Die Volkswirte rechnen auch mit einem unveränderten Zielband für den Dreimonats-Libor von minus 1,25 Prozent bis minus 0,25 Prozent.

Eidgenössische Devise um mehr als 15 Prozent verteuert

Als die SNB am 15. Januar den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufhob, verteuerte sich die eidgenössische Devise gegenüber mehr als 150 von Bloomberg beobachteten Währungen um mehr als 15 Prozent. Dies verursachte bei einigen Finanzfirmen starke Verluste.

Auch nahm dadurch die Wahrscheinlichkeit einer höheren Arbeitslosigkeit und einer Konjunkturabschwächung in einem Land zu, das die Finanzkrise besser als viele europäische Nachbarn verkraftet hatte.

Seite zwei: “Es hat sehr viel Kritik gegeben”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Betriebsrenten: Runter mit den Risiken

Große deutsche Unternehmen drängen darauf, im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung die Risiken für Unternehmen zu begrenzen. Das ist das Fazit einer Expertenbefragung bei der diesjährigen Aon Hewitt Executive Conference.

mehr ...

Immobilien

Wachsende Ungleichgewichte auf Europas Büroimmobilienmärkten

Kauf- und Mietpreise für europäische Büroimmobilien haben sich in einem bedenklichen Maß entkoppelt. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Büroimmobilienmarkt-Reportes der Commerz Real. 

mehr ...

Investmentfonds

Mikrokredite verleihen dem Portfolio eine soziale Note

Bei Mikrokrediten sind die Darlehenssummen vergleichsweise gering. Dennoch können auch hier Investoren attraktive Renditen erzielen.

mehr ...

Berater

Jeder Vierte nutzt Gesundheits-Apps und Fitness-Armband

Der eine hofft auf Spitzenkondition, andere einfach nur darauf, wieder öfters die heimische Couch zu verlassen – 28 Prozent der Bundesbürger nutzen nach einer Umfrage beim Joggen, Walken oder auf dem Weg zur Arbeit eine Gesundheits-App, ein Fitness-Armband oder eine Smartwatch.

mehr ...

Sachwertanlagen

Mehr als doppelt so viel Windstrom aus der Nordsee

In der Nordsee sind seit dem vergangenen Jahr viele neue Windparks ans Netz gegangen. Entsprechend gestiegen sind die Strommengen, die ins Netz fließen. Sie leisten einen spürbaren Beitrag zur Versorgung.

mehr ...

Recht

34i GewO: Der Countdown läuft

In einem knappen halben Jahr müssen Baufinanzierungsberater den Sachkundenachweis für Paragraf 34i GewO haben. Neben einigen Herausforderungen bietet sich die Chance, die Professionalisierung der Branche voranzutreiben. Gastbeitrag von Jörg Haffner, Qualitypool

mehr ...