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21. Oktober 2015, 09:45
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Niedrigzins: Deutsche Anleger wenig flexibel

Die Mehrheit der Deutschen glaubt weiter an niedrige Zinsen, handelt aber nicht danach. 

Emerging-markets-weis in Niedrigzins: Deutsche Anleger wenig flexibel

Markus Weis, Leiter Drittvertrieb bei Goldman Sachs AM in Frankfurt

Goldman Sachs Asset Management (GSAM) hat in Zusammenarbeit mit TNS Infratest zum sechsten Mal in Folge mit einer repräsentativen Umfrage das aktuelle Investitionsverhalten deutscher Anleger untersucht. Die Studie ergab, dass Privatanleger in Deutschland überwiegend davon ausgehen, dass das derzeitig historisch niedrige Zinsniveau in Europa weitere drei bis fünf Jahre oder sogar länger anhalten wird (65,4 Prozent).

Kein Umdenken beim Anlageverhalten

Trotzdem hält die Mehrzahl der Deutschen an renditeschwachen Anlagen fest. Rund 77 Prozent haben ihr Geld weiterhin in Sparbüchern und Tagesgeldkonten investiert, sind jedoch mit dem Ertrag dieser Geldanlage eher unzufrieden oder sogar äußerst unzufrieden (60,4 Prozent). Aktien sind bei den Befragten hingegen vergleichsweise unbeliebt: nur jeder Vierte hält aktuell Aktien oder Aktienfonds, auch wenn hier der Großteil der investierten Befragten mit den Erträgen sehr zufrieden oder eher zufrieden ist (69,2 Prozent).

“Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass sich die deutschen Anleger zwar des Niedrigzinsumfeldes bewusst sind, jedoch bei ihrer bereits vorhandenen Geldanlage nicht entsprechend reagieren”, erläutert Markus Weis, Leiter des Drittvertriebs für Deutschland und Österreich bei GSAM. Auch in den nächsten zwölf Monaten wollen mehr als 75 Prozent der deutschen Anleger ihr Geld nicht in eine für sie neue Anlageklasse investieren.

“Die Deutschen haben weiter ein hohes Sicherheitsbedürfnis hinsichtlich ihrer Geldanlage. So scheuen die Privatanleger weiterhin Aktien und Aktienfonds, obwohl gerade diese Anlageklasse in der aktuellen Zinsphase noch attraktive Renditen bietet”, so Weis.

Unzufrieden mit Sparbüchern, zufrieden mit Aktien und Anleihen

Mit den Erträgen ihrer meistgewählten Anlageform sind die Deutschen nicht zufrieden: 60,4 Prozent der Anleger, die ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto haben, sind eher unzufrieden oder sogar äußerst unzufrieden mit ihrer Geldanlage. Mit ihren Investments in anderen Anlageklassen zeigen sich die Anleger zufriedener: Mit ihren Erträgen bei Aktien/Aktienfonds, die gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld bessere Renditen versprechen, sind 69,2 Prozent sehr zufrieden oder eher zufrieden, mit Anleihen/Rentenfonds 62,7 Prozent.

Am zufriedensten sind Immobilien- bzw. Immobilienfondsanleger mit ihren Erträgen: Hier geben über drei Viertel der Anleger an, sehr zufrieden oder eher zufrieden zu sein (78,4 Prozent).

Seite zwei: Zurückhaltung bei Aktien und Aktienfonds

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