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13. März 2015, 15:15
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Überangebot lässt US-Rohölbestände im Rekordtempo steigen

Die Rohöl-Lagerbestände in den USA schwellen zurzeit in Rekordtempo an. Die Kapazitäten könnten schon bald ausgeschöpft sein, warnt die Internationale Energieagentur (IEA). Dies könnte einen weiteren Verfall der Preise nach sich ziehen und zu weiteren Stilllegungen von Produktionsanlagen führen.

Rohoel-steigen in Überangebot lässt US-Rohölbestände im Rekordtempo steigen

Die hohe Produktion droht, die Lager komplett zu füllen.

Die IEA hob ihre Prognose für die Ölproduktion der weltgrößten Volkswirtschaft 2015 an, nachdem auch die Stilllegung zahlreicher Bohrtürme die Förderung bislang nicht gebremst hat. Die hohe Produktion droht, die Lager komplett zu füllen, so die Agentur. Das größte Öl-Lager in den USA in Cushing ist zu 70 Prozent gefüllt.

“Erneute Preisschwäche”

“Die Bestände könnten bald die Grenzen der Lagerkapazitäten testen”, erklärte die IEA mit Sitz in Paris, die 29 Nationen berät, in ihrem Monatsbericht. “Das würde unweigerlich zu einer erneuten Preisschwäche führen, die wiederum Angebotskürzungen mit sich bringen könnte, die bislang nicht feststellbar geblieben sind.”

Rohöl steuert zurzeit auf den vierten Wochenverlust in Folge zu. Der April-Terminkontrakt für WTI-Öl lag zuletzt 2,2 Prozent niedriger bei 46,02 Dollar je Barrel. Ein Barrel Brent- Öl notierte am Terminmarkt mit 56,63 Dollar je Barrel und war damit 0,8 Prozent günstiger.

“Lager bald voll”

“Der Markt hat in der Folge des Berichts nachgegeben”, sagte Ole Hansen, ein Analyst bei Saxo Bank A/S in Kopenhagen. “Der anhaltende Anstieg der Bestände lenkt den Fokus darauf, ob die Lager bald voll sind. Es wird immer klarer, dass das Risiko erneut niedrigerer Preise besteht, sofern es nicht zu größeren geopolitischen Verwerfungen kommen sollte.”

Das US-Ölangebot wird in diesem Jahr um 750.000 Barrel pro Tag steigen auf 12,56 Mio. Barrel pro Tag, erwartet die EIA. Vor einem Monat war die Agentur noch von 12,41 Mio. Barrel ausgegangen. Im vierten Quartal schnellte die Nordamerika-Förderung um “drastische” 300.000 Barrel pro Tag hoch.

Ende Januar befanden sich 468 Mio. Barrel Öl in den US- Lagern. Das sind nach Angaben der EIA 72 Mio. Barrel mehr als der Fünfjahresdurchschnitt.

Quelle: Bloomberg

Foto: Shutterstock

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