6. November 2015, 11:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schwellenländer vor Härtetest

Björn Siegismund, Chief Investment Officer der Laransa Private Wealth Management, sieht eine Vielzahl von Emerging Markets vor einer Bewährungsprobe.

Bj Rn SiegismundLaransaonline in Schwellenländer vor Härtetest

Björn Siegismund, Laransa PWM

Viele frühere Hoffnungsträger der Weltwirtschaft sind zu Problemfällen geworden. Sogenannte Schwellenländer wie Russland, Brasilien, China & Co. sind für Investoren immer unattraktiver und stehen nun vor ihrem ultimativem Härtetest. Die US-Zentralbank wird wohl an der Zinsschraube drehen und ihren Leitzins im Dezember, spätestens aber zu Beginn nächsten Jahres anheben.

Bereits die Ankündigung hatte zu großer Verunsicherung und hohen Volatilitäten geführt. Versiegt die Dollarschwemme, wachsen die Herausforderungen der Schwellenländer, die vom billigen Geld der Amerikaner abhängig sind. Die Schwellenländer trifft es zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn sie kämpfen derzeit an drei Fronten gleichzeitig.

Veränderungen des Welthandels belasten Schwellenländer langfristig

Der Welthandel wächst zum ersten Mal seit den 1970er Jahren langsamer als das globale GDP. Waren die Schwellenländer jahrelang die Profiteure von zunehmender Arbeitsteilung und Auslagerung von Produktionsstätten, so scheint sich dieser Trend umzudrehen. Europa exportiert weniger ins Ausland, als noch vor ein paar Jahren. Auch US-Firmen verlagern ihre Produktionsstätten wieder zurück. Zudem ist das Weltwirtschaftswachstum seit der Finanzkrise gering, was die Nachfrage zusätzlich dämpft.

An China ist dieser strukturelle Wandel gut zu erkennen. Das Land positioniert sich nicht mehr als Billigproduzent der Welt, sondern setzt Anreize für die Stärkung der Binnennachfrage. Doch dieser Prozess benötigt Zeit. Die Folge ist ein rückläufiges Wachstum und sinkende Nachfrage nach Rohstoffen. Für Schwellenländer, die vom Export ihrer Rohstoffe abhängig sind, ist das eine große Herausforderung.

Seite zwei: Strukturelle Probleme lassen Währungen abstürzen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Stuttgarter: Digitalisierung schreitet voran

Die Stuttgarter bietet ihren Geschäftspartnern ab sofort einen vollständig elektronischen Antragsprozess: den eAntrag mit eSignatur. Vermittler sollen damit Anträge schnell und komfortabel unterschreiben und einreichen können.

mehr ...

Immobilien

Stockholm ist Shoppingcenter-Hotspot für Immobilieninvestoren

Die schwedische Hauptstadt Stockholm ist aufgrund ihres  Rufes als “sicherer Hafen” Europas beliebteste Location für Investments in Shopping Center. Das ergab eine aktuelle Analyse des Immobilien-Dienstleisters Savills.

mehr ...

Investmentfonds

Pross: “Ergebnis der Fondsbranche ist mehr als respektabel”

Das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen ist in 2016 gestiegen. Das Neugeschäft konnte indes nicht überzeugen, wie die aktuellen Zahlen des Fondsverbandes BVI insbesondere für den Retail-Markt belegen.

mehr ...

Berater

Schenkungssteuer: Vorsicht bei Vermögenstransfers

Verheiratete Führungskräfte müssen aufpassen. Vermögenstransfers können unerwartet Schenkungsteuer auslösen. Die aktuelle Rechtsprechung erhöht den Handlungsdruck. Welche Steuerfallen drohen und wie sie sich umgehen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG aus Leipzig hat das etwa 47.000 Quadratmeter große Multi-Tenant-Objekt „Union Center“ im Zentrum Saarbrückens erworben – schon die vierte Transaktion innerhalb von nur drei Wochen.

mehr ...

Recht

Stornogefährdete Verträge: Das sollten Vertreter wissen

Der Versicherungsvertreter behält seinen Provisionsanspruch, wenn der Versicherer seiner Pflicht zur Nachbearbeitung stornogefährdeter Verträge nicht ordnungsgemäß nachkommt. Dies ist einer der Leitsätze zu Provisionszahlungsansprüchen des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

mehr ...