Anzeige
2. März 2016, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Position bei Aktien ausgeweitet

Seit Anfang 2015 ist die Volatilität an den Märkten deutlich gestiegen. Im Zuge einer breit aufgestellten globalen Erholung und der geldpolitischen Expansion der EZB entwickelten sich die Märkte zu Jahresbeginn zunächst positiv. Gastkommentar von Valentijn van Nieuwenhuijzen, NN Investment Partners

Valentijn-van-Nieuwenhuijzen in Position bei Aktien ausgeweitet

Valentijn-van-Nieuwenhuijzen liebäugelt derzeit mit Aktien.

In der Rückschau ist jetzt allerdings klar, dass die übermäßige Euphorie an den Staatsanleihe- und Immobilienmärkten im ersten Quartal 2015 bereits ein erster Hinweis auf die anhaltende Volatilität war, die den weiteren Jahresverlauf prägen würde.

Seit Anfang 2015 ist die Volatilität an den Märkten deutlich gestiegen. Im Zuge einer breit aufgestellten globalen Erholung und der geldpolitischen Expansion der EZB entwickelten sich die Märkte zu Jahresbeginn zunächst positiv. In der Rückschau ist jetzt allerdings klar, dass die übermäßige Euphorie an den Staatsanleihe- und Immobilienmärkten im ersten Quartal 2015 bereits ein erster Hinweis auf die anhaltende Volatilität war, die den weiteren Jahresverlauf prägen würde.

Die Erfahrung lehrt, dass die Märkte häufig irreführende Signale senden und Turbulenzen in der Regel geballt auftreten. Nachdem die Märkte uns im ersten Quartal des vergangenen Jahres an der Nase herumgeführt hatten, war die unerwartet scharfe Korrektur bei Bundesanleihen im zweiten Quartal der erste Hinweis auf tiefgreifendere, anhaltendere Schwankungen am Markt. Gleichzeitig markierte dies den Beginn eines nachlassenden Risikoappetits bei der Anlegerschaft. Das zeigte sich u. a. an ungewöhnlich hohen Risikoprämien. Auch die Stimmungsbarometer stürzten ab. Danach verlangen Investoren derzeit eine deutlich über dem Durchschnitt liegende Vergütung für ihre Kapitalallokation (der aktuelle Score liegt bei 72 gegenüber einem Durchschnitt von 48). Die Stimmung unter US-Anlegern ist mittlerweile sogar auf den tiefsten Stand seit dem Höhepunkt der Euro- und der Lehman-Krise gesunken. Auch stärker global orientierte Stimmungsbarometer sind schwach, allerdings weniger extrem als die US-Messwerte.

Entsprechend herrschte in den vergangenen zehn Monaten eine Verkaufsstimmung an den Märkten vor. Zunächst beschränkte sich diese Stimmung auf Assets mit hoher Zinssensitivität (Stichwort: Kurssturz bei Bundesanleihen) und die Sorge um einen Dominoeffekt aus Griechenland. Entsprechend schlecht schnitten globale Anleihen, Immobilien und europäische Aktien im zweiten Quartal 2015 ab. Im Sommer waren es dann wieder die Rohstoffmärkte und Märkte im Umkreis der EM, die von Kursrutschen betroffen waren, während Angst vor einer globalen Rezession im dritten Quartal die Aktien- und Immobilienmärkte belastete.

Seitdem hat sich die Achterbahnfahrt an den Märkten fortgesetzt und führt zu erheblichen Schwankungen bei den monatlichen Renditen auf risikoreiche Assets. Zum Teil wird die Volatilität an den Märkten dadurch befeuert, dass die Anleger immer weniger Vertrauen in die Bereitschaft und Fähigkeit der Zentralbanker setzen, erforderlichenfalls weitere Lockerungsmaßnahmen zu ergreifen. Das würde jedenfalls erklären, warum die Staatsanleihemärkte in dem risikoaversen Umfeld der zweiten Jahreshälfte kaum anzogen. Die relative Lustlosigkeit dieser Märkte zeigt sich auch an der recht stabilen Entwicklung der monatlichen Renditen auf Bundesanleihen zwischen September und Januar.

Seite zwei: Der Trend geht zu Industrieländern

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

DVAG: “Niemand wird zum Abschluss einer Lebensversicherung gezwungen”

“Lebensversicherung ist so ungerecht wie nie”, schreibt die Zeitung “Die Welt” in ihrer heutigen Ausgabe. Auf dem Unternehmensblog des Allfinanzvertriebs Deutsche Vermögensberatung (DVAG) nimmt Vorstandsmitglied Dr. Helge Lach zum Artikel Stellung.

mehr ...

Immobilien

Jones Lang LaSalle übernimmt Zabel Property

Jones Lang LaSalle (JLL) übernimmt die Zabel Property AG mit Unternehmenssitz in Berlin. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch das Bundeskartellamt.

mehr ...

Investmentfonds

Wissenvorsprung durch detaillierte Analyse

In der deutschen Fondslandschaft ist mit dem Unternehmen Discover Capital ein neuer erfolgreicher Player aus Augsburg auf dem Markt aktiv.

mehr ...

Berater

VSAV mit mehr als 1.000 Mitgliedern

Wie die Vereinigung zum Schutz von Anlage- und Versicherungsvermittlern e.V. (VSAV) mitteilt, hat sie mit augenblicklich 1.002 aktiven Mitgliedern, den Sprung über die 1.000er Marke geschafft. Insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Vermittlerzahlen sei die wachsende Mitgliederzahl positiv zu werten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Paribus startet ersten Immobilien-Publikums-AIF

Die Paribus-Gruppe aus Hamburg hat ein Bürogebäude in Berlin-Charlottenburg für ihren ersten geschlossenen Immobilien-Publikumsfonds nach KAGB erworben. Der Vertrieb des alternativen Investmentfonds (AIF) wurde bereits gestartet.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Ab welchem Zeitpunkt gilt ein Beamter als berufsunfähig?

Wird ein Beamter wegen Dienstunfähigkeit “mit Ablauf” eines Monats in den Ruhestand versetzt, dann tritt der Versicherungsfall am letzten Tag dieses Monats ein. Damit ist der Versicherer leistungspflichtig, auch wenn die Versicherungsdauer am selben Tag endet.

mehr ...