3. Februar 2016, 09:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Berenberg erwartet Favoritenwechsel an der Wall Street

Die Aktienmärkte in den USA befinden sich seit Monaten in unsicherem Fahrwasser. 2016 wird sich daran grundsätzlich wenig ändern, so Till Christian Budelmann, Leiter des Fondsmanagements der Berenberg Bank (Schweiz). Der Experte erwartet allerdings einen Favoritenwechsel: Die zuletzt vernachlässigten Value-Aktien dürften verlorenes Terrain zurückerobern.

Wall-Street in Berenberg erwartet Favoritenwechsel an der Wall Street

US-Aktien bieten attraktive Chancen.

2015 lief es genau umgekehrt. Titel mit niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnissen und hohen Dividendenrenditen hinkten dem Markt deutlich hinterher. „Überhaupt spiegelt die Entwicklung der großen Indizes die Umwälzungen am US-Aktienmarkt nur unzureichend wider“, erläutert Budelmann, der den Berenberg Systematic Approach – US-Stockpicker-Fund verantwortet.

 Nettogewinnwachstum bei US-Firmen weniger dynamisch

„US-Aktien sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 nun auch insgesamt nicht mehr sonderlich preiswert“, ergänzt Budelmann. Nach Einschätzung des Managers müssen die Unternehmen nun ihre Erträge steigern, um den Markt anzuschieben. Die Wallstreet erwarte hier allerdings etwas zu viel. „Die Analysten gingen zu Jahresbeginn davon aus, dass die Gewinne der S&P-Unternehmen 2016 um sieben bis acht Prozent klettern.“ Budelmann rechnet nach wie vor konservativer und geht von Ertragszuwächsen zwischen zwei und vier Prozent aus.

Der Druck auf die Gewinne, die auf Quartalsbasis zuletzt rückläufig waren, sollte preisgünstige und wertstabile Aktien stärker in den Fokus der Investoren treten lassen. Budelman hat seinen Berenberg Systematic Approach US-Stockpicker-Fund entsprechend positioniert, hochkapitalisierte Aktien mit Value-Charakter überwiegen. Der Anteil von Finanztiteln wurde angehoben, Gesundheitswerte über die Veräußerung des jahrelangen Outperformers Gilead Sciences abgebaut.

US-Konjunktur bleibt robust

Mit seiner Positionierung stellt sich Budelmann auf das erwartete 2016er-Szenario ein, das gesamtwirtschaftlich betrachtet durchaus optimistisch stimmt: Nach Einschätzung der Berenberg-Volkswirte wird die US-Konjunktur im laufenden Jahr um 2,3 Prozent wachsen und die Arbeitslosenrate auf 4,8 Prozent zurückgehen – den durch fallende Ölpreise ausgelösten Turbulenzen im Energiesektor zum Trotz.

Quelle: Berenberg Bank/tr

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Ab dem 16. Februar am Handel.

 

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien

Versicherungen

Krankenkassen fahren Milliardenplus ein

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der Kassen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf 15,9 Milliarden Euro gestiegen.

mehr ...

Immobilien

Aktuelle Niedrigzinsen nicht ausschlaggebend für Immobilienkauf

Die historisch niedrigen Zinsen spielen keine herausragende Rolle bei der Entscheidung für den Kauf einer Immobilie, so das Ergebnis einer Studie von Immowelt. Viel gewichtiger sind andere Gründe.

mehr ...

Investmentfonds

Verhaltensanalysen sind wichtiger denn je

Cash. sprach mit Iwan Brouwer, Kapitalmarktexperte bei NNIP, über Chancen und Risiken im Multi-Asset-Bereich. Dabei stellt er die neusten Trends in diesem Sektor vor.

mehr ...

Berater

Hamburger Sparkasse gestaltet ihr komplettes Filialnetz neu

Mit einem neuen Filialkonzept will die Hamburger Sparkasse Menschen animieren, in die Filialen zu kommen “auch wenn sie gerade keine Geldgeschäfte brauchen”. Das Filialnetz werde in den kommenden Jahren zwar leicht schrumpfen, soll aber das größte in Hamburg bleiben.

mehr ...

Sachwertanlagen

KGAL platziert 930 Millionen Euro bei Institutionellen

Die KGAL Gruppe aus Grünwald hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben und damit das neu gezeichnete Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent gesteigert.

mehr ...

Recht

BAG-Urteil: Witwenrente nicht nur für “jetzige” Ehefrau

Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Klausel, mit der nur der “jetzigen” Ehefrau des Arbeitnehmers eine Hinterbliebenenversorgung zugesagt ist, benachteiligt ihn unangemessen, so das Bundesarbeitsgericht.

mehr ...