3. Februar 2016, 15:21

Bodenbildung beim Goldpreis fast abgeschlossen

Im Dezember 2015 testete der Goldpreis gleich zweimal erfolgreich die Unterstützungszone von 1.040 US-Dollar. Hierdurch wurde aus technischer Sicht ein Kaufsignal generiert. Dies leitete eine kurzfristige Trendumkehr bei dem gelben Metall ein. Mittlerweile wird die Unze mit 1.130 US-Dollar um knapp neun Prozent über dem Zwischentief von vor Weihnachten gehandelt.

Goldfonds in Bodenbildung beim Goldpreis fast abgeschlossen

Krisenwährung Gold wird wieder gesucht.

Mit dieser Wertentwicklung zählt das Edelmetall bislang zu den Top-Anlagen in dem noch recht jungen Börsenjahr. Im gleichen Zeitraum gaben die meisten Aktien, aber auch andere Rohstoffe wie Öl deutlich nach. Neuen Schwung könnte der Goldpreis durch die positive charttechnische Lage erhalten. So testet der Goldpreis gerade seine 200-Tage-Durchschnittlinie, die im Moment bei 1.132 US-Dollar verläuft. Kann dieser Widerstandsbereich nachhaltig genommen werden, so ist aus technischer Sicht der Weg für weitere Kursgewinne frei.

Kurspotenzial ist sehr hoch

Rein theoretisch könnte Gold sogar den seit Herbst 2012 bestehenden Abwärtstrend überwinden und mittelfristig eine Haussebewegung vollziehen. Allerdings sollten Anleger noch etwas abwarten, da es aus technischer Sicht in den Jahren 2014 und 2015 mehrere Fehlsignale gab. Die Ampeln auf dem Goldmarkt springen erst eindeutig auf „grün“, wenn die Marke von 1.192 Dollar überwunden wird. Hier bildete das Metall im Oktober 2015 ein Zwischenhoch heraus.

Zuversichtlich stimmt  jedenfalls, dass die Großspekulanten auf dem Goldmarkt zuletzt eher auf der Käuferseite agierten. Gold-ETFs verzeichneten im Januar beispielsweise Mittelzuflüsse von rund 1 Milliarde US-Dollar. Auf dem Terminmarkt zeigten sich die Investoren zuletzt ebenfalls risikofreudiger und wetteten verstärkt auf steigende Kurse.

Goldminenaktien bieten Hebeleffekt

Anleger die von einem möglichen steigenden Goldpreis noch stärker profitieren möchten, können sich auch im Bereich der Goldminen engagieren. Hier liegen die Kurse nach einer jahrelangen Baisse nahezu am Boden. Entscheidend für den Hebeleffekt sind vor allem die Förderkosten. Kostet die Produktion einer Unze Gold beispielsweise 1.000 US-Dollar, so verdient die Minengesellschaft beim aktuellen Preis von 1.130 US-Dollar lediglich 130 Dollar je Unze. Zieht der Goldpreis um 11,5 Prozent auf 1.260 US-Dollar an, so verdoppelt sich der Rohertrag der Mine je Unze Gold immerhin. Damit profitieren diese Fördergesellschaften sehr eindeutig von steigenden Notierungen auf dem Goldmarkt. (tr)

Foto: Shutterstock


Aktuelle Beiträge
Folgen Sie uns:
Aktuelle Beiträge aus dem Ressort Märkte


Topaktuelle Themen auf der Startseite


Cash.Aktuell

Cash. 07/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Income-Fonds  – Mr. Dax im Fonds-Gespräch – PKV - Ferienimmobilien - Recruiting

Ab dem 16. Juni im Handel.

Cash. 06/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Aktiv versus passiv  –Versicherungen für Immobilien –Luftfahrtmarkt – Marktreport Anlageimmobilien

Ihre Meinung

Mehr Cash.

Versicherungen

Indexpolicen: Berechtigter Charme?

Viele Makler und Vermittler sind den Reizen der Indexrente erliegen. Doch das Produkt ist nicht unumstritten. Vier Experten aus der Assekuranz diskutieren das Für und Wider der beliebten Vorsorgeform.

mehr ...

Immobilien

Pantera AG startet eigene Projekte

Die Pantera AG zieht eine positive Bilanz für die beiden abgelaufenen Geschäftsjahre 2014/2015. Neben dem Einzelvertrieb von Immobilien wurden auch die Entwicklung kompletter Immobilienprojekte für Dritte sowie der Globalverkauf an institutionelle Investoren gestartet.

mehr ...

Investmentfonds

Degussa: Britische Anleger kaufen Gold wie noch nie

Bereits vor dem Brexit haben Großanleger sowie Privatanleger laut Degussa vermehrt auf physisches Gold als Anlageform gesetzt. Ob Starinvestor George Soros, sein früherer Chefstratege Stanley Druckenmiller, Unternehmen wie die Münchener Rück und Notenbanken sowieso – sie alle haben kürzlich erklärt in Gold umzuschichten.

mehr ...

Berater

Deutsche Bank dünnt Filialnetz aus und streicht 3.000 Stellen

Weniger Standorte, trotzdem mehr Beratung – so verkauft die Deutsche Bank die Einschnitte in ihrem Filialnetz. Nach langen Verhandlungen stehen erste Zahlen fest. Das Management hält den Sparkurs für alternativlos.

mehr ...

Sachwertanlagen

HCI Capital benennt sich in Ernst Russ AG um

Die ordentliche Hauptversammlung der HCI Capital AG hat die Umfirmierung der Gesellschaft in Ernst Russ AG beschlossen. Die Umfirmierung erfolgt nach Angaben des Unternehmens, um der Verlagerung des Schwerpunktes der Geschäftstätigkeit Ausdruck zu verleihen.

mehr ...

Recht

BVG billigt EZB-Krisenkurs unter Auflagen

Mitten in der Eurokrise beruhigte die EZB mit einem weitreichenden Versprechen die Märkte. Nach jahrelangem Streit billigt Karlsruhe den riskanten Alleingang der Notenbank – aber nicht bedingungslos.

mehr ...