Anzeige
Anzeige
12. Februar 2016, 12:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

China steht ein langer Weg bevor

In der Vergangenheit liess China eine Wirtschaft westlichen Stils in Hongkong mit einem staatlich kontrollierten System koexistieren und erzielte damit spektakuläre Wachstumsraten. Angesichts eines nachlassenden Wachstums und massiver staatlicher Interventionen ist der Glaube an den wirtschaftlichen Sachverstand der Staatsführung geschwunden. 

Kommentar von Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe

Liquiditaet-bernard in China steht ein langer Weg bevor

Christophe Bernard, Vontobel, sieht gute wirtschaftliche Chancen in den USA

Zweifellos hat China eine Menge erreicht, seit sich das Land unter Deng Xiaoping Ende der 1970er Jahre der Welt geöffnet hat: Die BIP-Wachstumsraten waren seither astronomisch hoch und die Verbesserung des Lebensstandards beeindruckend.

Allerdings war dieser Erfolg in zunehmendem Masse kreditfinanziert und zu stark von Investitionen in Bereiche wie den Immobiliensektor und die Schwerindustrie abhängig. Das Zentralkomitee der kommunistischen Partei stellte auf seiner dritten Plenarsitzung im November 2013 fest, dass eine Neuausrichtung der Wirtschaft auf Konsum und Dienstleistungen unabdingbar sei.

Die Führung skizzierte damals einen ehrgeizigen langfristigen Plan, den Marktkräften mehr Spielraum einzuräumen. Das ist leichter gesagt als getan, denn die Konjunkturabschwächung fiel stärker aus als erwartet. Zudem war die Wirtschafts- und Geldpolitik nicht richtig aufeinander abgestimmt, was schliesslich eine Vertrauenskrise auslöste. Dies wird aus dem massiven Rückgang der Währungsreserven während der letzten 18 Monate ersichtlich.

Breite Kluft zwischen Worten und Taten

Es sieht so aus, als würde die Regierung Ziele verfolgen, die sich gegenseitig ausschliessen. So hindert beispielsweise die Bekämpfung der Yuan-Abwertung mithilfe des Verkaufs von Devisenreserven die chinesische Zentralbank (People’s Bank of China, PBoC) daran, die Geldpolitik zu lockern. Dabei wäre dies dringend nötig.

Auch haben die Regierungsmitglieder zwar enorme Überkapazitäten etwa im Stahl-, Zement- oder Kohlesektor festgestellt, scheuen aber vor der Behebung des Problems zurück. Dies aus Angst vor einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf ein Niveau, bei dem die soziale Stabilität gefährdet wäre.

Seite zwei: Kernproblem in China

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Immobilien

Smart Home wird beliebter

Das Leben im “Smart Home” wird zunehmend beliebt, fast zwei Drittel der Deutschen wünschen sich das intelligent gesteuerte Eigenheim.  Das ist ein Ergebnis der Studie “Wohneigentum und Baufinanzierung” des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der PSD Bank Nord.

mehr ...

Investmentfonds

Sentix Asset Management und Universal Investment legen neuen Fonds auf

Mit der neuen Strategie “Sentix Total Return” offensiv erweitern Sentix Asset Management und Universal Investment ihre Produktpalette.

mehr ...

Berater

Verkaufen im Grenzbereich

Wenn Sie mit Ihrer klassischen Nutzenargumentation nicht weiterkommen, dann wechseln Sie auf die Schmerz-Seite und sichern so Ihren Umsatz zum Wohle Ihrer Kunden. Denn Schmerz-Vermeidung ist das stärkste Kaufmotiv. Gastbeitrag von Dirk Kreuter, Vertriebsexperte

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC platziert auch restliche Kapitalerhöhung

Der Asset Manager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG wird heute seine am 12. September 2016 beschlossene Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...