Anzeige
10. Februar 2016, 11:59
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutscher Aktienmarkt ist kurzfristig auf Erholungskurs

Am deutschen Aktienmarkt trauen sich die Anleger erstmals seit langem aus der Deckung. Nach seinem jüngsten Absturz startete der Dax am Mittwoch einen Stabilisierungsversuch und kletterte im frühen Handel um 1,24 Prozent auf 8.989,37 Punkte. Damit könnte die Talfahrt, die bislang sieben Tage andauerte, zumindest unterbrochen werden.

B Rse in Deutscher Aktienmarkt ist kurzfristig auf Erholungskurs

Höhenflug an der Börse zum heutigen Handelsstart.

“Der Deutsche Aktienindex wird nach dem jüngsten Kurseinbruch für Schnäppchenjäger interessant – aber nur kurzfristig, denn auf lange Sicht ist der Boden womöglich noch nicht erreicht”, schrieb Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Aktienhändler Mark Lee von der London Capital Group mahnte, dass die negative Stimmung – wenn auch abgeschwächt – anhalte und es Aktienoptimisten schwer mache. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex erneut unter Druck gestanden und mehr als 1 Prozent abgegeben, nachdem er zum Wochenstart erstmals seit Oktober 2014 wieder unter der Marke von 9.000 Punkten geschlossen hatte.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg im frühen Handel um 1,51 Prozent auf 18.012,62 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 1,83 Prozent auf 1517,74 Punkte. Auch im restlichen Europa standen die Zeichen auf Erholung: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 1,52 Prozent auf 2778,04 Punkte vor.

Die US-Notenbank steht im Mittelpunkt

Einzelne Beobachter sprechen nach dem seit Wochen anhaltenden Ausverkauf an den Märkten inzwischen bereits von einer Panik, die durch reine Wirtschaftsdaten nicht mehr zu rechtfertigen sei. Seit Jahresbeginn hat alleine der Dax annähernd 17 Prozent an Wert verloren.

Besondere Bedeutung kommt vor diesem Hintergrund im Laufe des Tages der Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen zu. Sie spricht am Nachmittag mitteleuropäischer Zeit vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses und am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des Senats. Nachdem die Fed im Dezember ihre Leitzinsen erstmals seit der Finanzkrise angehoben hatte, wird den weiteren Zinsentscheidungen ein Symbolcharakter für den Zustand der US-Wirtschaft zugeschrieben.

“Die Aussage der Fed-Chefin ist zugleich der zentrale Faktor für den Tag”, kommentierte Dirk Gojny von der National-Bank am Morgen. “Sie muss einerseits sehr klar machen, dass sich die US-Wirtschaft trotz der Schwäche in der Industrie sowie der Probleme im Öl- und Gassektor auf einem sehr robusten, binnenwirtschaftlichen Wachstumspfad befindet, den auch der starke US-Dollar kaum aus der Bahn werfen kann.” Andererseits dürfe Yellen sich nicht so weit unter Zugzwang bringen, dass die Märkte sicher auf einen nächsten Leitzinsschritt im März setzten.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Deutsche Börse

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

Sanitätshäuser dürfen Kassenpatienten die Zuzahlung erlassen

Krankenversicherte dürfen auf Preisnachlässe bei medizinischen Hilfsmitteln wie Schuheinlagen, Blutzuckertests oder Hörgeräten hoffen. Ein Grundsatz-Urteil erlaubt es den Händlern solcher Produkte, ihren Kunden die Zuzahlung an die gesetzliche Krankenkasse zu erlassen.

mehr ...

Immobilien

Bauwirtschaft rechnet mit anhaltendem Boom

Die Bauwirtschaft rechnet für 2016 mit einem Plus von fünf Prozent und geht davon aus, dass 2017 ähnlich gut verläuft. Haupttreiber der Entwicklung seien der Straßen- und Wohnungsbau.

mehr ...

Investmentfonds

Italien-Referendum belastet Börse nicht

In diesem Jahr gerieten die Börsen durch politische Abstimmungen bereits mehrfach unter Druck. Nach dem Italien-Referendum scheinen die Marktteilnehmer aber dazu gelernt zu haben.

mehr ...

Berater

Vollmachtsvermutung: Hoher Prüfungsaufwand für Berater

Laut eines aktuellen Gesetzesentwurfes sollen Ehegatten und eingetragene Lebenspartner in Notfällen einander automatisch vertreten dürfen. In seiner derzeitigen Fassung besteht allerdings die Gefahr, dass die Missbrauchsanfälligkeit dieser Regelung hoch ist.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...

Sachwertanlagen

Schifffahrt: Krise, Krise und kein Ende

Der Verkauf der Reederei Hamburg Süd an den Konkurrenten Maersk markiert einen weiteren Höhepunkt der Schifffahrtskrise. Doch was haben AIF aus anderen Branchen damit zu tun? Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

IDD: Der Tod der Honorarvereinbarung für Versicherungsmakler

Aktuell erfreuen sich Honorarvereinbarungen – zum Beispiel bei der Vermittlung von Nettotarifen – und Servicepauschalen einer großen Beliebtheit unter Versicherungsvermittlern. Hiermit könnte jedoch bald Schluss sein – jedenfalls wenn es nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums geht.

mehr ...