19. Februar 2016, 08:25
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Europäischer ETF-Markt könnte 2016 die 500 Milliarden‐Marke überschreiten

Trotz eines turbulenten Börsenstarts und rückläufiger Zuflüsse zum Jahresbeginn dürfte das Wachstum am europäischen ETF-Markt auch 2016 auf hohem Niveau anhalten. Die Experten von Lyxor erwarten einen Anstieg der Nettomittelzuflüsse um 17 Prozent. Das Volumen aller in Europa gehandelten ETFs sollte damit die 500 Milliarden‐Marke voraussichtlich überschreiten.

ETF in Europäischer ETF-Markt könnte 2016 die 500 Milliarden‐Marke überschreiten

ETFs gewinnen stark an Beliebtheit.

Mit 451,1 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen und einem Plus von 88 Milliarden Euro erreichte der europäische ETF-Markt zum Ende des vergangenen Jahres seinen bisherigen Höchststand. Allein 72 Milliarden Euro dieses Zuwachses gingen auf das Konto der Netto‐Mittelzuflüsse, die um fast 20 Prozent anwuchsen. Für das Jahr 2016 geht Lyxor davon aus, dass die Nettozuflüsse erneut ansteigen werden, und zwar um 17 Prozent. “Elf Jahre nach Gründung kann der europäische ETF-Markt damit ein neues Allzeithoch erreichen und die 500 Milliarden Euro‐Marke überspringen”, sagte Heike Fürpaß‐Peter, bei Lyxor zuständig für den ETF-Vertrieb in Deutschland und Österreich.

Auf der Rentenseite prognostizieren die Analysten des Lyxor Cross Asset Research Teams eine verstärkte Nachfrage vor allem nach ETFs auf Unternehmens‐ und Hochzinsanleihen als Alternative zu den kaum rentierlichen Staatsanleihen. Aber auch inflationsgeschützte ETFs dürften im Fokus der Investoren sein. Bei Aktien sollten insbesondere ETFs auf europäische und japanische Aktien von neuen Zuflüssen profitieren. Auch Smart‐Beta‐Produkte bleiben auf der Agenda. Aufgrund hoher Marktschwankungen ist davon auszugehen, dass Anleger sich hier weiterhin für Minimum‐Volatility ETFs interessieren werden. ETFs auf dividendenorientierte Indizes sollten ebenfalls profitieren.

Zwei Säulen tragen das Wachstum

Für das ungebremste Wachstum am ETF-Markt sieht Fürpaß‐Peter vor allem zwei Gründe. “In Zeiten insgesamt niedriger Renditen achten Investoren naturgemäß stärker auf die Kosten der Kapitalanlage. ETFs weisen hier gegenüber aktiv gemanagten Fonds einen Vorteil auf.” Darüber hinaus spiele auch die in den letzten Jahren erfolgte Verbreiterung des ETF-Produktspektrums eine wichtige Rolle. “Mit Indexfonds können Anleger heute in fast alle gängigen Anlageklassen passiv investieren und ihr Portfolio so effizient und kostengünstig diversifizieren”, so die Lyxor Expertin.

Dies gelte auch für Privatanleger, deren Interesse für ETFs zuletzt spürbar gestiegen sei. “Dank des erweiterten Angebots an ETF‐basierten Sparplänen bei Direktbanken und sogenannten Robo‐Advisors werden Privatanleger zunehmend zu einem Wachstumsfaktor für die ETF-Branche”, so Fürpaß‐Peter. (tr)

Foto: Shutterstock

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