Anzeige
14. März 2016, 09:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kames Capital: Energieaktien eignen sich nicht als Dividendenquelle

Ertragsorientierte Anleger, die nach verlässlichen Dividendenquellen Ausschau halten, sollten für absehbare Zeit einen Bogen um Energieaktien machen. Nach Einschätzung von Vincent McEntegart von Kames Capital haben Unternehmen aus dem Energiesektor stärkeren Gegenwind zu erwarten.

Oil-rig in Kames Capital: Energieaktien eignen sich nicht als Dividendenquelle

Bei Ölaktien könnten Dividendenkürzungen ins Haus stehen

McEntegart, Fondsmanager im Multi-Asset-Team von Kames Capital, weist darauf hin, dass sich die Energiemärkte – vor allem Öl – zwar langsam stabilisieren. Die Wahrscheinlichkeit von Dividendenkürzungen schließt jedoch viele Energietitel fürs Erste als Investments aus.

“Eine Vielzahl bekannter britischer Unternehmen hat ihre Dividenden bereits gekürzt und Marktteilnehmer rechnen damit, dass der Energiesektor diesem Trend folgt. Wir meiden daher Ölmultis wie BP und Royal Dutch Shell sowie vergleichbare globale Unternehmen. Einstweilen bleibt die Energiebranche für uns ein Sektor, den es weiterhin unterzugewichten gilt”, so der Fondsmanager.

Diversifizierung des Aktienportfolios

McEntegart setzt neben einer sehr geringen Gewichtung von Energietiteln auch auf die Diversifizierung des Aktienportfolios der Multi-Asset-Fonds von Kames Capital. Das bedeutet auch ein Abrücken von Engagements im britischen Energiesektor, da die Ausschüttungen entsprechender Unternehmen die aktuellen Dividendenprognosen vermutlich unterschreiten werden.

“Dividendenorientierte Anleger sollten sich 2016 global ausrichten”, sagt McEntegart. “Sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte signalisieren, dass in Großbritannien nicht alles rund läuft. Unseres Erachtens werden Dividenden vermutlich für eine Enttäuschung sorgen. Wir schließen nicht aus, dass die gesamten Dividendenzahlungen britischer Unternehmen die aktuellen Schätzungen verfehlen und sogar unter Vorjahresniveau fallen.”

Abrücken von britischen Titeln

“Globale Aktien werfen zwar weniger Gewinne als ihre britischen Pendants ab – letztgenannte erzielen innerhalb unseres Portfolios eine Spitzenrendite von 4,5 Prozent, während globale Werte nur 4,1 Prozent erwirtschaften – aber eine globale Positionierung ermöglicht Kunden die Diversifizierung ihres Portfolios.

Zugleich wird damit gewährleistet, dass die Erträge aus einer Vielzahl unterschiedlicher Volkswirtschaften und Industrien stammen”, so McEntegart weiter. “Mit Blick auf den Gegenwind, den sehr viele britische Dividendentitel verspüren, kann eine globale Diversifizierung die Qualität der Dividendenrenditen verbessern und dazu beitragen, die von Anlegern angestrebten Erträge zu sichern.” (fm)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...