Anzeige
Anzeige
22. Februar 2016, 10:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rezessionsängste laut NNIP übertrieben

Laut NN Investment Partners (NNIP) überschätzen die Finanzmärkte die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession. So geht man an den Aktien- und High-Yield-Märkten mit 50 bzw. 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit von einer Rezession aus. Nach NNIPs Einschätzung liegt die Wahrscheinlichkeit indes bei höchstens 20 Prozent.

Valentijn-van-Nieuwenhuijzen in Rezessionsängste laut NNIP übertrieben

Valentijn-van-Nieuwenhuijzen ist nicht ganz so pessimistisch für die Konjunktur.

Dazu sagt Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Multi-Asset bei NN Investment Partners: “In der zweiten Jahreshälfte ist die Wachstumsdynamik an den entwickelten Märkten leicht auf eine jährliche Rate von rund einem Prozent zurückgegangen. Doch weder die Zuwachsrate noch ihr Rückgang sind im historischen Vergleich besorgniserregend. Die aktuelle Zuwachsrate liegt völlig im Bereich dessen, was im Laufe des Konjunkturzyklus normal ist. Es handelt sich hier eher um eine vorübergehende Verzerrung als einen grundsätzlichen Richtungswechsel.“

 Höheres Risiko für fallende Gewinne

Van Nieuwenhuijzen weiter: „Die Aktienbewertungen sind von ihren jüngsten Höchstständen mittlerweile um bis zu 20 Prozent gefallen, insofern besteht ein höheres Risiko für eine Ertragsrezession. Wir bezweifeln allerdings, dass sich dies auch außerhalb des Rohstoffsektors niederschlagen wird, denn der Verbrauchersektor profitiert von niedrigen Ölpreisen, niedrigen Zinsen und einer Erholung am Arbeitsmarkt. Auch im Gesundheitssektor sehen wir keine wesentlichen Risiken für die Ertragsentwicklung. Hinzu kommt, dass die Zentralbankpolitik günstig für die Marktstimmung ist. Insofern bleiben wir bei unserer neutralen Positionierung, anstatt das Handtuch zu werfen und dem Herdentrieb zu folgen.“

„Negative Datenüberraschungen sind zwar nicht ausgeschlossen, aber die Datenlage insgesamt deutet nicht auf eine Rezession als Basisszenario hin.“

Nach Angaben von NNIP verdeutlichen die aktuellen Risikoprämien das Ausmaß der jüngsten Marktbewegungen: So liegt der Risikoaufschlag auf Aktien derzeit bei rund 5 Prozent im Vergleich zum Langzeitdurchschnitt von 3,5 Prozent. Während der letzten 25 Jahre waren sie nur zum Höhepunkt der Kreditkrise sowie der Eurokrise von 2008 bzw. 2012/2013 höher.

Hinzu kommt, dass die Spreads, mit denen Hochzinsanleihen gegenüber Staatsanleihen notieren, nur in Krisenzeiten höher lagen, wie beispielsweise die „Savings & Loans“-Krise in den USA in 1991, die LTCM-Krise 1998, Bilanzierungsskandale in 2002/2003 sowie die Kredit- und die Eurokrise.

NNIP hat seine Untergewichtung bei EM-Werten von mittel auf gering heruntergefahren. Die Gründe dafür sind zahlreich: gemäßigte Sichtweise der Fed, schwächerer US-Dollar, relative Wirtschaftsdaten, äußerst negative Positionierung und gewisse Stabilisierung der zyklischen Rohstoffpreise. Bei Werten aus der Eurozone hat NNIP seine Positionierung auf neutral zurückgefahren. Und bei der Sektorengewichtung hat das Haus seine defensive Ausrichtung durch Abbau der Übergewichtung von IT-Werten noch verstärkt. (tr)

Foto: NNIP

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...