Anzeige
25. Januar 2016, 09:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ölpreis: Eine Erholung ist nicht in Sicht

Der Rohölpreis der US-Referenzsorte WTI ist am Dienstag unter 30 Dollar pro Barrel gefallen und hat damit seinen Zwölfjahres-Tiefstand erreicht. Der Preis der Nordseesorte Brent fiel parallel. Erst am Freitag überschritten beide Sorten wieder die 30-Dollar-Marke.

Shutterstock 343054094-e1453474995152 in Ölpreis: Eine Erholung ist nicht in Sicht

Der Tiefstand des Ölpreises belastet Finanzmärkte weltweit.

Der Kälteeinbruch in Europa und den USA sorge laut Angaben von Reuters für Spekulationen auf einen höheren Ölpreis. Zusätzlich lösten Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt haben, ihre Optionen auf, um Verluste zu begrenzen. Dennoch sei der Kursanstieg nicht nachhaltig. Die Fördermenge überschreite weiterhin den Bedarf und auch Tanklager seien noch gefüllt.

Preisdruck durch Überangebot

Als Gründe für den Preisverfall gibt die Internationale Energieagentur ein Überangebot auf dem Weltmarkt von 1,5 Millionen Barrel pro Tag und die schwache Nachfrage aus China an. Ausgelöst wird dieses Überangebot vor allem durch Fracking in den USA und die veränderte Politik der Opec.

Basierte die Strategie des Kartells bisher darauf, Preise durch eine künstliche Angebotsverknappung zu kontrollieren, kämpfen die Mitgliedsländer nun um Marktanteile und reduzieren ihre Fördermengen daher nicht. Zudem kündigte der Iran an, nach Aufhebung der gegen ihn verhängten Sanktionen sein Ölangebot auszuweiten.

Ölförderländer reagieren unterschiedlich

Während Ölnachfrager den Preisrückgang begrüßen, wünschen sich nicht nur Ölproduzenten und -anbieter eine Trendwende. Der fallende Ölpreis belastet weltweit Volkswirtschaften und Finanzsysteme. Besonders betroffen sind Entwicklungsländer, die von Öleinnahmen abhängig sind und zusätzlich unter der angespannten chinesischen Wirtschaftslage leiden.

Die Staatsfinanzen von Ölförderländern und Exporteuren sind abhängig von Öleinnahmen. Brechen Gewinne aufgrund von Preisrückgängen weg, müssen diese Staaten ihre Ausgaben kürzen oder Neuverschuldungen in Kauf nehmen, um fehlende Einnahmen auszugleichen.

Die Strategien der Ölförderländer im Umgang mit fallenden Preisen sind unterschiedlich. Saudi-Arabien erhöht seine Fördermengen, um Konkurrenten vom Markt zu verdrängen. Auch der Iran hat angekündigt, nach Aufhebung der gegen ihn verhängten Sanktionen seine Ölförderung auszubauen. Algerien und Venezuela hingegen zählen zu den Kritikern der Strategie die Fördermengen nicht zu reduzieren. Sie sind auf höhere Preise angewiesen, um weiterhin rentabel zu fördern und ihren Staatshaushalt sanieren zu können.

Seite zwei: Panikverkäufe nicht auszuschließen

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...