Anzeige
22. Februar 2016, 08:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Super Mario gibt nicht auf – gut für uns!

Bekanntlich kommt es immer auf den richtigen Zeitpunkt an. Die besten Komiker zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Pointe im richtigen Moment – meist nach einer Kunstpause – setzen, um die Spannung zu erhöhen. Ob dies das Vorbild war, an dem sich der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi orientierte, als er im Sommer 2012 London besuchte, ist nicht sicher. Gastkommtar von Bo Bejstrup Christensen, Danske Invest

Bo-Bejstrup-Christensen Foto-Kopie in Super Mario gibt nicht auf – gut für uns!

Bo Bejstrup Christensen sieht die EZB weiter am Drücker.

Jedenfalls stellte er sich auf die Bühne und sprach die nun unsterblichen Worte: „Die EZB ist bereit, alles Notwendige zur Sicherung des Euros zu tun.“ Dann hielt er kurz inne und fügte hinzu: „Glauben Sie mir, das wird genug sein.“ Die Märkte drehten sich um 180 Grad, nachdem sie lange an der Einsatzbereitschaft der EZB gezweifelt hatten, für Stabilität auf den Anleihemärkten zu sorgen. Die Zinsen in den krisengeschüttelten Ländern waren viel zu hoch. Kurz danach kündigte die EZB ein Programm an, in dem erklärt wurde, was nötigenfalls passieren würde, doch der Markt hatte Draghi bereits verstanden. Die Zinsen waren bereits kräftig gefallen.

Im Rückblick erscheint Draghis Rede als der entscheidende Wendepunkt der Krise – und ihr hat er den Spitznamen „Super Mario“ zu verdanken. Stehen wir heute erneut vor einem Wendepunkt?

Die EZB strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Das ist sehr schwer.

Der letzte Satz von Draghi nach der EZB-Sitzung im Januar 2016 war: „Wir geben nicht auf.“ Ein weiterer Einzeiler für die Geschichtsbücher. Er war darauf gemünzt, dass die EZB noch viel zu weit vom Ziel der zwei Prozent Inflation entfernt ist. Auf derselben Pressekonferenz versprach er fest weitere Lockerungen der Geldpolitik – vorwiegend aus zwei Gründen. Der Euro war stärker und der Ölpreis niedriger als noch bei Veröffentlichung der Inflationsprognose der EZB im Dezember. Somit war es noch unwahrscheinlicher geworden, dass die bereits im Dezember recht optimistische Prognose eintreffen würde.

Seite zwei: Zwei große Herausforderungen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Rating: Die wirtschaftlich solidesten Krankenversicherer

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat die Ergebnisse seines diesjährigen Folgeratings “KV Unternehmensqualität 2016” veröffentlicht. Darin werden die wichtigsten Kennzahlen zusammengefasst und die Marktteilnehmer verglichen.

mehr ...

Immobilien

Tüv-Süd-Mitarbeiter sollen intern S&K-Prüfung kritisiert haben

Im Ermittlungskomplex um millionenschwere Anlagebetrügereien beim Frankfurter Immobilienunternehmen S&K sind neue Vorwürfe gegen die Prüfgesellschaft Tüv Süd bekannt geworden.

mehr ...

Investmentfonds

“Falken im Rat der EZB auf dem Vormarsch”

Die EZB hat auf ihrer heutigen Ratssitzung beschlossen, den Leitzins bei null Prozent zu belassen und das Anleihekaufprogramm bis Ende Dezember 2017 zu verlängern. So urteilt die Branche über die überraschende Ankündigung

mehr ...

Berater

Künstliche Intelligenz wird zur Schlüsseltechnologie

Künstliche Intelligenz wird bereits in drei bis fünf Jahren eigenständig zentrale Aufgaben von Finanzdienstleistern übernehmen und dabei wiederkehrende Prozesse automatisieren, Handlungsempfehlungen liefern und komplexe Analysen erstellen. Das zeigen aktuelle Marktanalysen der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Chef von Hamburg Süd: Verkauf war “nicht zwingend notwendig”

Der Verkauf der Reederei Hamburg Süd an den dänischen Maersk-Konzern ist nach Angaben des Reederei-Chefs Ottmar Gast “nicht zwingend notwendig gewesen”.

mehr ...

Recht

Erstes Urteil im S&K-Prozess

Das Landgericht Frankfurt hat den Hamburger Unternehmer Hauke B. in Zusammenhang mit dem Skandal um das Frankfurter Immobilienunternehmen S&K zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

mehr ...