Anzeige
4. März 2016, 08:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Weitere Bereinigung bei der Volksbanken-Landschaft

Zinstief und schlecht ausgelastete Filialen zwingen Deutschlands Volks- und Raiffeisenbanken nach Einschätzung des Genossenschaftsverbandes zunehmend zur Zusammenarbeit.

Volksbank1 in Weitere Bereinigung bei der Volksbanken-Landschaft

Bei den deutschen Volksbanken kommt es bald zu Fusionen.

 

“Nach der vorübergehenden Verlangsamung rechnen wir für 2016 wieder mit deutlich mehr Fusionen und mittelfristig mit einem vergleichsweise hohen Tempo”, sagte Verbandspräsident Michael Bockelmann am Donnerstag in Frankfurt.

“Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Jahren jeweils zehn bis 15 Fusionen in unserem Verbandsgebiet geben wird.” Der Genossenschaftsverband vertritt Institute in allen Bundesländern – mit Ausnahme von Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Kreditgenossenschaften im Verbandsgebiet von 287 auf 281, im Jahr 2013 waren es noch 299. Die Zahl der Zweigstellen – inklusive Selbstbedienungsstellen – schrumpfte binnen Jahresfrist von 5128 auf 4992. In den nächsten drei Jahren dürfte die Zahl der Filialen “weiter deutlich abschmelzen”, sagte Bockelmann, ohne konkrete Zahlen zu nennen. “Es wird niemand eine Filiale an Orten aufrechterhalten können, die alle Bereiche anbietet, wenn am Tag nur zehn Kunden kommen.”

Trotz extrem niedriger Sparzinsen erhöhten sich die Kundeneinlagen der genossenschaftlich organisierten Institute von 2014 auf 2015 um 4,4 Prozent auf rund 154,1 Milliarden Euro. Bei den Krediten gab es einen Zuwachs um 4,7 Prozent auf rund 124,7 Milliarden Euro. “Der Niedrigzins beflügelt die private und gewerbliche Investitionsbereitschaft”, konstatierte Bockelmann. Den Banken macht jedoch zu schaffen, dass die meisten Kunden Gelder kurzfristig parken – während bei Krediten möglichst lange Laufzeiten gefragt sind.

Quelle dpa-Afx/tr

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Rating: Die wirtschaftlich solidesten Krankenversicherer

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat die Ergebnisse seines diesjährigen Folgeratings “KV Unternehmensqualität 2016” veröffentlicht. Darin werden die wichtigsten Kennzahlen zusammengefasst und die Marktteilnehmer verglichen.

mehr ...

Immobilien

Tüv-Süd-Mitarbeiter sollen intern S&K-Prüfung kritisiert haben

Im Ermittlungskomplex um millionenschwere Anlagebetrügereien beim Frankfurter Immobilienunternehmen S&K sind neue Vorwürfe gegen die Prüfgesellschaft Tüv Süd bekannt geworden.

mehr ...

Investmentfonds

“Falken im Rat der EZB auf dem Vormarsch”

Die EZB hat auf ihrer heutigen Ratssitzung beschlossen, den Leitzins bei null Prozent zu belassen und das Anleihekaufprogramm bis Ende Dezember 2017 zu verlängern. So urteilt die Branche über die überraschende Ankündigung

mehr ...

Berater

Künstliche Intelligenz wird zur Schlüsseltechnologie

Künstliche Intelligenz wird bereits in drei bis fünf Jahren eigenständig zentrale Aufgaben von Finanzdienstleistern übernehmen und dabei wiederkehrende Prozesse automatisieren, Handlungsempfehlungen liefern und komplexe Analysen erstellen. Das zeigen aktuelle Marktanalysen der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Cofinpro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Chef von Hamburg Süd: Verkauf war “nicht zwingend notwendig”

Der Verkauf der Reederei Hamburg Süd an den dänischen Maersk-Konzern ist nach Angaben des Reederei-Chefs Ottmar Gast “nicht zwingend notwendig gewesen”.

mehr ...

Recht

Erstes Urteil im S&K-Prozess

Das Landgericht Frankfurt hat den Hamburger Unternehmer Hauke B. in Zusammenhang mit dem Skandal um das Frankfurter Immobilienunternehmen S&K zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

mehr ...