Anzeige
10. April 2014, 11:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bafin soll Verbraucher schützen

Die Bundesregierung will die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) stärker in den Verbraucherschutz einbinden, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Nach dem Vorbild der Bundesnetzagentur, solle die Bafin einschreiten dürfen, indem sie Bußgelder verhängt oder den Vertrieb beschränkt.

Verbraucherschutz: Bundesregierung will Kompetenzen der Bafin ausweiten

Staatssekretär Gerd Billen will künftig die Kompetenzen und Befugnisse der Bafin ausbauen, um Anleger besser zu schützen.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Anlegerskandalen um Infinus und Prokon, plant das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz die Befugnisse der Bafin auszuweiten, berichtet die Zeitung. So müsste die Bafin einschreiten dürfen, wenn es offenkundig Hinweise darauf gebe, dass systematisch etwas im Argen liege bei einer Firma oder einem Produkt, sagte Justiz-Staatssekretär Gerd Billen gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

“Beispielsweise in dem sie den Vertrieb des Produkts nur noch an professionelle Investoren zulässt oder indem sie Bußgelder verhängt”, so Billen weiter. Der ehemalige Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands stellt sich die Funktionsweise demnach so ähnlich vor wie bei der Bundesnetzagentur, bei der sich betroffene Verbraucher bei unerlaubter Telefonwerbung melden können. Häufen sich Hinweise, nimmt die Behörde Ermittlungen auf und verhängt gegebenenfalls Bußgelder.

Bafin soll auch Geschäftsberichte prüfen

Für ein großes Problem halte Billen die Tatsache, dass der Verbraucherschutz bislang kein explizites Ziel der Finanzaufsicht sei. “Damit meine ich natürlich nicht, dass sie sich um jeden Anleger individuell kümmern soll, der Ärger mit seinem Finanzberater hat”, erläutert Billen gegenüber der Zeitung. Bei begründeten Zweifeln an der Seriosität eines Anbieters, könne man die Bafin beispielsweise verpflichten, dass sie nicht nur den Verkaufsprospekt überprüfen, sondern sich auch die Geschäftsberichte ansehen müsse, so der Staatssekretär.

Derzeit ist laut der Süddeutschen Zeitung eine Arbeitsgruppe aus dem Justiz- und dem Finanzministerium damit beschäftigt, die jüngsten Anlegerskandale aufzuarbeiten, um Konsequenzen daraus zu ziehen. Ihren Abschlussbericht wolle sie noch im April vorlegen. (jb)

Foto: Bafin / VZBV / Dominik Butzmann

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Insurtechs: Über 80 Millionen US-Dollar für deutsche Start-ups

Im Jahr 2016 haben die deutschen Insurtechs in Finanzierungsrunden mehr als 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das geht aus einer Untersuchung des Münchener Fintech-Start-ups Finanzchef24 hervor. Demnach hat sich das Finanzeriungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

mehr ...

Immobilien

Baufi Secure: Neues Absicherungsprodukt für Immobiliendarlehen

Was geschieht, wenn Immobilienkäufer ihre Darlehensraten aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht mehr bedienen können? Das Produkt Baufi Secure will die Immobilienfinanzierung flexibel absichern.

mehr ...

Investmentfonds

Merck Finck sieht Rückenwind für Aktien

Kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump sind vermehrt kritische Stimmen von der Investmentseite laut geworden. Merck Finck blickt der kommenden Handelswoche dennoch optimistisch entgegen.

mehr ...

Berater

WhoFinance und Defino bauen Kooperation aus

Wie das Bewertungsportal WhoFinance und das Defino Institut für Finanznorm mitteilen, haben sie ihre beiden Portale eng miteinander vernetzt. Dadurch sollen Finanzberater und Vermittler künftig die Qualität ihrer Beratung noch besser im Internet darstellen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

LV-Verträge als Kreditsicherung: Widerspruchsrecht verwirkt

Werden Lebensversicherungsverträge zur Immobilienfinanzierung eingesetzt, kann das Widerspruchsrecht des Versicherten verwirkt sein, auch wenn die Widerspruchsbelehrungen der Policen nicht korrekt sind. Knackpunkt ist die Bedeutung der Policen als Sicherungsmittel.

mehr ...