Anzeige
Anzeige
26. Oktober 2015, 12:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bundesbank: Niedrigzinsen belasten die Sparer weniger als oft behauptet

Einige Ökonomen warnen seit Jahren vor den Folgen der historischen Niedrigzinsen für die deutschen Sparer. Auch die Deutsche Bundesbank gehört traditionell zu den Mahnern. Nun kommt sie jedoch zu einem anderen Schluss.

Bundesbank: Niedrigzinsen belasten die Sparer weniger als oft behauptet

Laut dem aktuellen Monatsbericht der Bundesbank, sind Befürchtungen, dass sich das Sparen für die Deutschen nicht mehr lohne, unbegründet.

Befürchtungen, dass sich das Sparen für die Deutschen nicht mehr lohne, seien unbegründet, so die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Die Renditeeinbußen der Sparer seien gar nicht so groß, wie man denken könnte. Sie führten auch nicht dazu, dass die Deutschen mehr in riskantere Anlageformen wie Aktien investieren.

Dass der Einfluss der Niedrigzinsen auf den deutschen Sparer weniger groß ist als man denken könnte, hat laut der Bundesbank zwei Gründe. Der eine ist die niedrige Inflation. Sie führe dazu, dass die reale Rendite auf gespartes Geld, also die Rendite unter Berücksichtigung des Preisniveaus, gar nicht so gering sei, wie oft befürchtet.

Sparer investieren auch in Wertpapiere

Zwar war die reale Rendite auf Bankeinlagen nach der Finanzkrise in den negativen Bereich gerutscht. Dies habe es seit den 90er Jahren aber schon häufiger gegeben.

Der zweite Grund, warum die Niedrigzinsen für die Sparer nicht so verheerend sind wie oft befürchtet: Die Sparer lagern ihr Geld nicht bloß auf Bankkonten, sondern investieren auch in Wertpapiere. Diese aber werfen mehr Geld ab als Bankeinlagen.

Bei Lebensversicherungen beispielsweise bewegte sich die reale Rendite laut Bundesbank stets im positiven Bereich und ist seit 2012 wegen der gesunkenen Inflationsrate wieder auf das Niveau der frühen 90er und mittleren 2000er Jahre gestiegen. Noch größer ist die Rendite bei Aktien, wenn auch mit dem Nachteil, dass die Kurse stark schwanken.

Seite zwei: Deutsche bevorzugen Sicherheit

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...