Anzeige
Anzeige
24. September 2015, 11:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BVR: “EZB sollte Kurswechsel vorbereiten”

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) angeheizten Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik entsprechen nach Ansicht des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) nicht dem aufgehellten Bild, das die Konjunkturindikatoren derzeit zeichnen.

Dr -MartinBVR750 in BVR: EZB sollte Kurswechsel vorbereiten

Andreas Martin, BVR, begrüßt EZB-Ankündigung, dass mit weiteren Liquiditätsspritzen nicht zu rechnen sei.

“Die EZB sollte sich im kommenden Jahr auf einen geldpolitischen Kurswechsel vorbereiten”, sagte BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin. “Der Ausstieg aus der Liquiditätsschwemme wird nur langsam erfolgen können und darf daher nicht verschleppt werden”, so Martin weiter. Daher sei es zu begrüßen, dass EZB-Präsident Draghi gestern vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments klargestellt hat, dass zumindest kurzfristig nicht mit weiteren Liquiditätsspritzen zu rechnen sei.

“Geordneter Rückzug nicht schädlich”

Die in den kommenden Monaten zu erwartende Zinswende in den USA stelle einen Umbruch in der internationalen Geldpolitik dar, dem sich auch die EZB nicht entziehen sollte. Martin: “Ein geordneter Rückzug aus dem geldpolitischen Krisenmodus würde der Konjunktur nicht schaden, sondern das Wirtschaftsvertrauen eher noch stärken.” Ein zu vorsichtiges Agieren der Geldpolitik verunsichere die Märkte. Dies habe die nervöse Reaktion der Aktienmärkte auf das Aufschieben der Zinsanhebung in den USA in der vergangenen Woche gezeigt.

Niedrige Energiepreise erhöhen Kaufkraft

Die Wirtschaftslage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sei heute deutlich robuster als in den vergangenen Jahren, dies gelte auch für den Euroraum. Das Wirtschaftsklima sei trotz der noch hohen Arbeitslosigkeit verhalten positiv. Die niedrigen Energiepreise erhöhten die Kaufkraft der privaten Haushalte im Euroraum um rund 50 Milliarden Euro. Der private Verbrauch dürfte moderat wachsen und auch die Investitionen dürften sich mehr und mehr beleben. Das Geldmengenwachstum habe zugenommen und es würden auch wieder mehr Kredite nachgefragt.

Starkes Wachstum im Euroraum für 2016 erwartet

Im kommenden Jahr dürfte das Wirtschaftswachstum im Euroraum mit 1,5 Prozent fast so stark wie in Deutschland (1,7 Prozent) zunehmen. Der Euroraum habe allerdings noch Aufholbedarf. Die Wirtschaftsleistung von vor der Krise werde erst in diesem Jahr wieder erreicht, in Deutschland war dies bereits 2011 erreicht worden. Die Teuerungsrate werde im Euroraum nur allmählich ansteigen und voraussichtlich erst im Verlauf des kommenden Jahres die Marke von 1 Prozent wieder überschreiten. (fm)

Foto: BVR

1 Kommentar

  1. Wann endlich hat das gebetsmühlenartige Wiederholen der Phrasen vom dringend erforderlichen Wachstum, Fexibilität der Arbeitnehmer und deshalb Ausbeutung der Natur endlich mal ein Ende? Wann endlich haben auch die letzten kapiert, dass das jetzige Finanzsystem mit “fiat money” und Zinsen für dieses aus Luft geschaffene Geld uns in diese Schuldensituation geführt hat, um die leistungslosen Einkommen einiger weniger aus der Finanzbranche weiter zu garantieren?

    Kommentar von H. Braun — 25. September 2015 @ 07:46

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Studie: Keine spürbaren Entlastungen durch PSG I

Nur ein Viertel der Pflegenden in Deutschland stellen seit dem Inkrafttreten des ersten Pflegestärkungsgesetzes (PSG I) eine Verbesserung der eigenen Situation fest. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Continentale Krankenversicherung hervor.

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft den Commerzbank-Tower

Die Patrizia Immobilien AG kauft eines der Wahrzeichen der Frankfurt Skyline – den Commerzbank-Tower. Das Gebäude am Kaiserplatz ist mit seinen 259 Metern das höchste Gebäude in Deutschland.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank im Abwärtsstrudel

Die Verunsicherung über die Stabilität der Deutschen Bank sitzt tief – trotz aller Bemühungen der Frankfurter, wieder Ruhe einkehren zu lassen. Und langsam werden auch andere Geldhäuser in Mitleidenschaft gezogen. Die Finanzmärkte sind hochnervös.

mehr ...

Berater

Commerzbank: Jobabbau vor allem in Deutschland

Weniger Stellen, weniger Geschäftsbereiche, mehr Digitalisierung – der neue Konzernchef Zielke baut die Commerzbank radikal um. Der Vorstand ist überzeugt, die Bank damit profitabler zu machen. Der Verkauf der Firmenzentrale spült Geld in die Kasse.

mehr ...

Sachwertanlagen

Buss Capital veröffentlicht Leistungsbilanz 2015

Der Asset Manager Buss Capital hat seine Leistungsbilanz für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht. Im Schnitt zahlten die zehn laufenden geschlossenen Fonds demnach 6,4 Prozent der Einlagen an die Anleger aus.

mehr ...

Recht

34i GewO: Der Countdown läuft

In einem knappen halben Jahr müssen Baufinanzierungsberater den Sachkundenachweis für Paragraf 34i GewO haben. Neben einigen Herausforderungen bietet sich die Chance, die Professionalisierung der Branche voranzutreiben. Gastbeitrag von Jörg Haffner, Qualitypool

mehr ...