Anzeige
Anzeige
2. November 2015, 12:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Commerzbank bleibt im Aufwind – Blessing kündigt Abschied an

Commerzbank-Chef Martin Blessing hält sein Institut in der Erfolgsspur und will sich mit der ersten Dividende seiner Amtszeit verabschieden.

Commerzbank bleibt im Aufwind – Blessing kündigt Abschied an

Die Commerzbank profitierte erneut von kräftigen Zuwächsen im Privatkundengeschäft und musste dank der robusten Konjunktur weniger Geld für faule Kredite zurücklegen.

Im dritten Quartal steigerte das zweitgrößte deutsche Geldhaus seinen operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel auf 429 Millionen Euro, wie es am Montag in Frankfurt mitteilte. Dabei profitierte die Bank erneut von kräftigen Zuwächsen im Privatkundengeschäft. Zudem musste sie dank der robusten Konjunktur weniger Geld für faule Kredite zurücklegen.

Die Börse nahm die Bilanz dankbar auf. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen und stellten auch die Nachricht vom anstehenden Abschied Blessings in den Schatten. Er will seinen im Oktober 2016 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, wie die Commerzbank am Sonntagnachmittag mitgeteilt hatte. Viele Analysten bedauerten den Abschied. Die Commerzbank-Aktien legten am Vormittag dennoch gut sechs Prozent zu.

20 Cent Dividende geplant

Unter dem Strich allerdings gab es einen Dämpfer auf dem Erholungskurs. Der Überschuss sackte um acht Prozent auf 207 Millionen Euro ab. Grund dafür war vor allem eine höhere Steuerquote. Nach neun Monaten hat die Commerzbank unter dem Strich 853 Millionen Euro verdient, gut 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sieht sich der Konzern auf Kurs zur ersten Dividendenzahlung seit 2008. “Aus heutiger Sicht plant der Vorstand, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 20 Cent je Aktie vorzuschlagen”, sagte Blessing.

Der 52-Jährige sieht den richtigen Zeitpunkt für seinen Abschied gekommen. Kurz nach seinem Amtsantritt im Mai 2008 hatte die Commerzbank in der Finanzkrise die Dresdner Bank übernommen und musste in der Folge mit mehr als 18 Milliarden Euro Steuergeldern vom Staat gerettet werden. Inzwischen sei die Bank erfolgreich auf Kurs, so Blessing.

Kapitalpuffer gestärkt

Vor allem die Investitionen ins Privatkundengeschäft zahlen sich nun aus. So gewann die Bank seit Beginn ihrer Offensive Ende 2012 gut 750 000 Kunden hinzu. Allein im dritten Quartal verdoppelte sich der Gewinn der Sparte fast auf 230 Millionen Euro.

Darin ist auch eine Sonderdividende des gemeinsamen Zahlungskartenunternehmens der deutschen Kreditwirtschaft enthalten, die ihre Beteiligung am Kreditkartenkonzern Mastercard verkauft hatte.

 

Seite zwei: Schwaches Investmentbanking

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Modis Politik birgt Chancen für indische Aktien

Der Aktienmarkt Indiens hatte Ende 2016 mit zwei Herausforderungen zu kämpfen. Die Bargeldreform der Regierung und die protektionistischen Töne aus Washington sorgten für Unruhe unter den Anlegern an den indischen Märkten. 

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...