Anzeige
Anzeige
9. November 2015, 13:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Exporteure setzen Rekordkurs fort

Die anziehende Nachfrage aus EU-Ländern nach Waren “Made in Germany” hält Deutschlands Exporteure auf Kurs. Allerdings bremst die schwache Konjunktur in den Schwellenländern die Entwicklung.

Hamburger-Hafen in Deutsche Exporteure setzen Rekordkurs fort

Hamburger Container-Hafen: Nachfrage aus EU-Staaten heizt deutschen Export an.

Deutschlands Exporteure trotzen der Flaute in den Schwellenländern. Nach einem enttäuschenden Vormonat sind sie im September auf ihren Rekordkurs zurückgekehrt: Getragen von der kräftigen Nachfrage aus EU-Ländern stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf 105,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Importe legten um 3,9 Prozent auf 83,0 Milliarden Euro zu. Im Monatsvergleich nahmen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 2,6 Prozent zu, die Importe um 3,6 Prozent. Die Ergebnisse lagen über den Markterwartungen. Bankvolkswirte hatten Zuwächse von 2,0 Prozent bei den Exporten und 1,0 Prozent bei den Importen erwartet.

“Die Außenhandelszahlen für September bestätigen unsere Erwartungen, dass sich der deutsche Außenhandel auf Rekordkurs befindet”, sagte Anton F. Börner, Präsident des Außenhandelsverbands BGA: “Das Sommerhoch im Außenhandel setzt sich fort und abermals sind die EU-Länder ein- und ausfuhrseitig unsere wichtigsten Partner.”

Exportanstieg belegt Wettbewerbsfähigkeit

Aus Sicht von KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner unterstreicht der kräftige Anstieg der Importe die gute Lage im Inland. Gleichzeitig belege der erneute Exportanstieg die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft: “Aber auch der schwache Euro hilft.” Insgesamt läuft das Auslandsgeschäft der deutschen Wirtschaft zwar noch rund: Nach dem Rekordjahr 2014 sind die Exporte in den ersten neun Monaten 2015 abermals um 7,0 Prozent gestiegen. Doch die Konjunkturflaute in Schwellenländern wie China macht sich inzwischen bemerkbar. Wachstumstreiber im September war allein die steigende Nachfrage aus EU-Ländern: Die Ausfuhren in den Euro-Währungsraum lagen um 6,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, die Lieferungen in EU-Länder, die wie Großbritannien oder Polen nicht der Eurozone angehören, kletterten um 8,4 Prozent.

“Schwache Entwicklung in China bremst”

Hingegen lagen die Exporte in Drittländer nur knapp um 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. “Hier bremst die schwache Entwicklung in China. Dies wird aber bislang von einer starken Nachfrage aus anderen Industrieländern, insbesondere aus den USA, kompensiert”, betonte Bayern-LB-Ökonom Stefan Kipar. Weil die vergangenen Monate besser liefen, bleibt bei den Ausfuhren in Länder außerhalb der Europäischen Union im Zeitraum Januar bis September noch ein Plus von 6,8 Prozent. Trotzdem bereitet die Schwäche der Schwellenländer der Branche zunehmend Sorgen.

“Angesichts der Risiken für die Weltwirtschaft sollten wir vorsichtig bleiben. Mittel- bis langfristig müssen wir uns darauf einstellen, dass sich die Weltkonjunktur verlangsamt und dies Auswirkungen auf die Nachfrage in unseren weltweiten Absatzmärkten, insbesondere in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) haben wird”, erklärte Börner. Selbst der günstige Euro und die niedrigen Rohstoffpreise würden den Wachstumskurs der Außenwirtschaft nicht ewig stützen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Universa erweitert Fondspolice

Die Universa hat ihre fondsgebundene Rürup-Rente weiter ausgebaut. Nach Angaben des Versicherers können Kunden in der Einzelfondsauswahl bis zu fünf Anlagefavoriten aus rund 50 Aktien-, Renten-, Misch-, Dach- und Geldmarktfonds wählen und diese jederzeit wieder ändern.

mehr ...

Immobilien

Beruhigung am chinesischen Immobilienmarkt

Obwohl die Immobilienpreise in den meisten chinesischen Städten weiter steigen, beruhigt sich der Markt im Vergleich zu den Vormonaten. Dies geht aus einer am Mittwoch in Peking veröffentlichten Erhebung der nationalen Statistikbehörde hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Trump wird den Dax abwürgen

Kurz nach der Wahl von Donald Trump war die Reaktion überraschend positiv an der Wall Street. Insgesamt hofften viele Börsianer auf eine starke Konjunkturbelebung. Der Rademacher-Kommentar

mehr ...

Berater

Dirk Kreuter startet Vertriebsoffensive

Vertriebsexperte Dirk Kreuter gastiert in diesem Jahr in acht deutschen Städten und in Wien mit dem Event “Vertriebsoffensive”. Zu den Themen zählen unter anderem Kundenakquise, Einwandbehandlung und “Die Psychologie des Überzeugens”. Cash.-Online-Leser erhalten vergünstigte Karten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Recht

WIKR: Konsequenzen für die Darlehensvergabe der Assekuranz

Die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) im März 2016 bedeutet für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Auch das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) ist von der WIKR betroffen. In ihrer aktuellen Publikation stellt die Finanzaufsicht Bafin die Änderungen dar.

mehr ...