Anzeige
30. Juli 2015, 13:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EnBW: Gescheiterte Prokon-Übernahme “kein Rückschlag”

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und ein gutes Vertriebsgeschäft sorgen beim Energiekonzern EnBW für ein stabiles Ergebnis. Das Scheitern der Prokon-Übernahme hat das Unternehmen offenbar abgehakt.

Shutterstock 297284204 in EnBW: Gescheiterte Prokon-Übernahme kein Rückschlag

In den nächsten beiden Jahren will EnBW allein an Land Windräder mit einer Leistung von rund 300 Megawatt in Betrieb nehmen.

Wie der drittgrößte deutsche Stromkonzern in Karlsruhe mitteilte, verbuchte das Unternehmen im ersten Halbjahr einen Konzernüberschuss in Höhe von 1,1 Milliarden Euro – verglichen mit einem Verlust von 735 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser war im Wesentlichen durch hohe Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark des einst atomlastigen Unternehmens entstanden.

Beim operativen Ergebnis wurde mit 1,3 Milliarden Euro ein leichtes Plus erzielt, der Umsatz wuchs um 5,1 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Die über 20 000 Mitarbeiter zählende EnBW sieht sich nach den Worten von Finanzvorstand Thomas Kusterer trotz weiterhin schwierigem Marktumfeld “auf Kurs”. Für das gesamte Jahr rechnet er mit einem Ergebnis zwischen null und fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Zu schaffen machen EnBW – wie anderen Versorgern auch – unter anderem niedrige Großhandelspreise. Ob und inwiefern der Verbraucher davon profitiert, konnte Kusterer angesichts nötiger Investitionen in Netze und erneuerbare Energien nicht sagen.

Organisches Wachstum im Vordergrund

Die gescheiterte Übernahme der insolventen Windenergiefirma Prokon ist laut Kusterer “bedauerlich, aber kein Rückschlag”. Mit Prokon wäre der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt worden. Organisches Wachstum stehe aber nach wie vor im Vordergrund.

In den nächsten beiden Jahren will EnBW allein an Land Windräder mit einer Leistung von rund 300 Megawatt (MW) in Betrieb nehmen. Derzeit sind in der Türkei und Deutschland mehr als 500 MW installiert. Hinzu kommen die Offshore-Windräder von “Baltic 2”. Bis 2020 will EnBW 2.000 MW aus Windenergie beziehen.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Insurtechs unterzeichnen “Berliner Digital-Erklärung”

Auf Initiative des Maklerpools Blau direkt und des Insurtech-Unternehmens Knip haben am 13. Januar 2017 insgesamt 22 Insurtechs sowie zwei Maklerpools die “Berliner Digital-Erklärung” abgegeben. Ziel der Erklärung ist es, den digitalen Wandel der Branche voranzutreiben.

mehr ...

Immobilien

JLL: Hohe Zuwächse bei den Wohnungsmieten

Die Angebotsmieten für Wohnungen haben nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) in 2016 den höchsten Zuwachs der vergangenen Jahre verbucht. Der größte Anstieg wurde in Berlin registriert.

mehr ...

Investmentfonds

VanEck: 2017 markiert Start eines Gold-Bullenmarktes

Das Investmenthaus VanEck rechnet damit, dass in diesem Jahr eine langfristigen Gold-Hausse einsetzt.

mehr ...

Berater

BCA: Wüstenbecker verkauft Aktien

Wie der Oberurseler Maklerpool BCA mitteilt, veräußern Unternehmensgründer Jens Wüstenbecker und die Wüstenbecker GmbH & Co. KG ihre Aktien an der BCA AG. Vorübergehend übernimmt demnach die BBG aus Bayreuth das gesamte Aktienpaket. Mittelfristig soll es an weitere Unternehmen aus der Versicherungs- und Investmentbranche veräußert werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Klumpe Rechtsanwälte: Neue Struktur, mehr Service

Die 1982 von Rechtsanwalt Werner Klumpe gegründete Anwaltskanzlei KSP mit Sitz in Köln firmiert seit dem 1. Januar 2017 unter dem Namen “Klumpe Rechtsanwälte” und hat sich neu positioniert.

mehr ...

Recht

Rentenberater muss Gewerbesteuer zahlen

Die Einkünfte eines selbstständigen Rentenberaters unterliegen der Gewerbesteuer. Sein Berufsbild entspricht nicht den Vergleichsberufen Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...