Anzeige
Anzeige
22. Dezember 2015, 16:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Forscher erwarten gutes Konsumjahr 2016

Einige Monate lang zeigten sich die Verbraucher in Deutschland spürbar zurückhaltend – nun scheint es mit dem Konsumklima wieder aufwärts zu gehen. Viele Bundesbürger setzen 2016 auf eine robuste Konjunktur und sichere Jobs.

Konsumklima-Kauflaune in Forscher erwarten gutes Konsumjahr 2016

Bestes Konsumklima auch in 2016?

Gute Wirtschaftsaussichten und die Hoffnung auf weiter steigende Einkommen mildern bei den Bundesbürgern die Verunsicherung durch die Flüchtlingskrise und mögliche Terrorgefahr. Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich zum Jahreswechsel wieder spürbar aufgehellt, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer am Dienstag veröffentlichten Konsumklimastudie berichtet. Nachdem die Konsumlaune im Herbst verhalten war, blicken die Verbraucher zuversichtlich ins neue Jahr. Für Januar 2016 prognostiziert die GfK einen Gesamtindikator von 9,4 Punkten – nach 9,3 Zählern im Dezember 2015.

Trendumkehr im Konsum

“Damit beendet das Konsumklima im neuen Jahr seinen seit vier Monaten andauernden Abwärtstrend”, kommentierte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl die Zahlen. Er zeigte sich zuversichtlich, “dass auch 2016 ein gutes Konsumjahr werden kann”. Die Binnennachfrage werde eine wichtige Stütze der Konjunktur in Deutschland bleiben. Nach der GfK-Umfrage rechnen die Bundesbürger mit steigenden Einkommen, viele sehen die Konjunktur wieder in besserer Verfassung als in den Vormonaten. “Die Talfahrt der Konjunkturerwartung ist gestoppt”, stellte die GfK fest. Mit 2,9 Punkten lag der entsprechende Indikator im Dezember wieder im positiven Bereich, nachdem er noch im November bei minus 5,3 Punkten gelegen hatte.

Verbesserte Wirtschaftsaussichten im Fokus

Inzwischen scheine weder die zuletzt gestiegene Terrorgefahr noch der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen die Verbraucher nennenswert zu beeindrucken, meinte Bürkl. Vielmehr rückten wieder die verbesserten Wirtschaftsaussichten in den Blickpunkt. Hinzu komme die günstige Preisentwicklung. Insbesondere der niedrige Ölpreis drücke die Verbraucherpreise. Da Konjunkturforscher auch von einer weiter wachsenden Beschäftigung im Jahr 2016 ausgehen, dürfte die Sorge vor einem Jobverlust niedrig bleiben.

Die anhaltend Jobsicherheit sei auch ein wichtiger Grund für die seit Monate hohe Bereitschaft der Verbraucher zu größeren Anschaffungen, wie Autos, Möbel oder die Buchung teurer Urlaubsreisen. Die sogenannte Anschaffungsneigung verharrte laut GfK-Umfrage im Dezember weiter auf hohem Niveau. Der entsprechende Indikator legt zum Jahresschluss um 0,1 Punkt auf 49 Zähler zu.

Fed-Entscheidung hat keinen Einfluss auf Konsum

Gerade zu Weihnachten lassen sich die Bundesbürger ihre Konsumlaune nicht verderben. Keinen Einfluss auf Konsumstimmung und Sparneigung erwartet Bürkl von der Entscheidung der US-Notenbankbank in der Vorwoche, sich von der Politik des billigen Geldes zu verabschieden. “Das wird das Konsumklima und Europa nicht beeinflussen”, ist er überzeugt. “Dazu müssten erst weitere Zinsschritte folgen, die dann den Dollarkurs und damit auch den Ölpreis in die Höhe treiben.” Anders gelagert sei der Fall in Sachen Flüchtlingszustrom. Sollte er weiter anhalten und zu steigenden finanziellen Belastungen der Verbraucher führen, würde man das auch bei der Konsumstimmung merken, ist Bürkl überzeugt.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Autonomes Fahren: Viele Unbekannte

Im Juli 2016 veröffentlichte das Handelsblatt Auszüge aus dem von Verkehrsminister Alexander Dobrindt erarbeiteten Gesetzentwurf zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, um das voll autonome Fahren in Deutschland zu ermöglichen. Die bislang bekannten Passagen lassen gravierende Neuerungen erwarten und geben bereits jetzt Anlass zu kontroversen Diskussionen. Gastbeitrag von Dr. Thomas Grünvogel, CMS

mehr ...

Immobilien

BVID-Vorstand kritisiert WIKR

Neue Kritik an der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR): Dr. Joachim Klare, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Immobilienfinanzierer (BVID), bemängelt, dass die Richtlinie den Baufinanzierungsmarkt ohne Not einschränke.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank betont Stärke

Die gewaltigen Probleme der Deutschen Bank alarmieren Börse und Politik. Feilen Bundesregierung und Finanzaufseher bereits an einem Rettungsplan für den Fall einer bedrohlichen Schieflage des größten deutschen Geldhauses? “Diese Meldung ist falsch. Die Bundesregierung bereitet keine Rettungspläne vor”, stellte das Finanzministerium am Mittwoch klar.

mehr ...

Berater

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity weiter auf Einkaufstour

Die Publity AG hat das zweite Fondsobjekt für den geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) „publity Performance Fonds Nr. 8“, der sich aktuell in der Platzierung befindet, erworben.

mehr ...

Recht

BaFin untersagt erneut unerlaubte Geschäfte

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Ahmed Salameh, Augsburg, mit Bescheid vom 12. September 2016 aufgegeben, das Einlagengeschäft sowie die Anlageverwaltung einzustellen und abzuwickeln.

mehr ...