Anzeige
Anzeige
4. November 2015, 08:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Sal. Oppenheim: Familienunternehmen sind bessere Firmenkäufer

Zusammenschlüsse und Firmenübernahmen können besonders für Familienunternehmen eine erfolgsversprechende Alternative zu organischen Wachstumsstrategien darstellen. Zu diesem Ergebnis gelangt Sal. Oppenheim-Experte Dr. Maximilian Ph. Müller. 

Foto-Mueller-Dr-Maximilian-Ph-Kopie in Sal. Oppenheim: Familienunternehmen sind bessere Firmenkäufer

Maximilian Ph. Müller, Sal. Oppenheim

Müller fand in seiner empirischen Studie anhand von Jahresabschlüssen heraus, dass sich Familienunternehmen nach einer Akquisition mit Blick auf verschiedene Umsatz-, Ergebnis- und Ertragskennzahlen besser entwickeln als Nicht-Familienunternehmen derselben Branche und vergleichbarer Größe. Der Studienautor kann statistisch belegen, dass die operativen Gewinnmargen trotz Akquisition und einer Rezession konstant bleiben, während die Cashflow-Rendite im Beobachtungszeitraum kontinuierlich ansteigt.

Unterschiede bei Familienunternehmen und managergeführten Häusern

Dabei deuten die Ergebnisse auf eine Divergenz zwischen den Unternehmensformen der Familien- und Nicht-Familienunternehmen bei Akquisitionen hin: Sowohl die Werte für das Umsatzwachstum als auch die Ergebnisse für EBIT-Marge, ROA (Return on Assets, Gesamtkapitalrendite) und ROCE (Return on Capital Employed, Ergebnis auf das eingesetzte Kapital) dokumentieren eine über dem Industriedurchschnitt liegende Performance familiengeführter Unternehmen.

Rezession vergleichsweise gut überstanden

“Diese Erkenntnis stellt einen wesentlichen Unterschied zu bisherigen Studien dar, die zwar die dominante Performance von Familienunternehmen hervorheben, aber bezüglich der allgemeinen M&A-Performance zu eher negativen Ergebnissen kommen”, sagt Müller. Er kommt zu einem anderen Schluss: Obwohl die analysierten Familienunternehmen zwischen den Jahren 2006 und 2010 zum Teil drastische Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, haben sie den Unternehmenszusammenschluss und die im Untersuchungszeitraum vorherrschende Rezession vergleichsweise gut überstanden.

Konsequentes Kosten- und Liquiditätsmanagement

“Offenbar konnte durch konsequentes Kosten- sowie Liquiditäts- und Beständemanagement ein substanzieller Umsatzrückgang zu einem wesentlichen Teil kompensiert werden, ohne dass dies zu Lasten des operativen Geschäfts, der Investitionen und laufender Entwicklungsvorhaben ging”, erläutert Müller seine Ergebnisse. Die Studie liegt unter dem Titel “M&A durch private Familienunternehmen” im Verlag Springer Gabler als Buch vor.

Im Rahmen der Untersuchung analysierte Müller mehr als 50 Akquisitionen, die im Zeitraum zwischen 1997 und 2008 durchgeführt wurden anhand von jahresabschlussbasierten Kennzahlen nicht börsennotierter Unternehmen in Privatbesitz. Bislang basierte die einschlägige Forschung zumeist auf großen Publikumsgesellschaften und Studien aus dem US-amerikanischen Raum. (fm)

Foto: Sal. Oppenheim

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

GDV: Senioren ab 75 sollen zum Fahrtest

Die Versicherer fordern, dass Autofahrer ab dem 75. Lebensjahr eine verpflichtende Kontrollfahrt absolvieren, um ihre Fahrtüchtigkeit testen zu lassen. “Die Unfallforschung der Versicherer wird in diesem Jahr Standards für eine solche Testfahrt entwickeln”, erklärte Siegfried Brockmann, Chef der Unfallforschung des GDV, in der “Westfalenpost”.

mehr ...

Immobilien

Baubranche fordert Ende des Vorschriften-Dschungels

Angesichts des Wohnungsmangels in vielen deutschen Städten hat die Baubranche eine Vereinheitlichung des Vorschriften-Dschungels der 16 Bundesländer gefordert.

mehr ...

Investmentfonds

Trump könnte Märkte enttäuschen

Von Donald Trump erwarten die Investoren derzeit viel. Allerdings könnte schon bald die Enttäuschung folgen. Die Lage ist keinesfalls entspannt. Gastkommentar von Karsten Junius, Bank J. Safra Sarasin AG

mehr ...

Berater

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marke Brenneisen Capital wird veräußert

Manfred Brenneisen, Chef der Brenneisen Capital mit Sitz in Wiesloch, veräußert den Geschäftsbereich Spezialvertrieb für Sachwertanlagen samt Markennamen. Die persönliche Kontinuität für die Geschäftspartner soll gewahrt bleiben.

mehr ...

Recht

Privathaftpflicht: “Billigkeit” kein Anspruchsgrund für Schadensersatz

Die Privathaftpflichtversicherung dient, im Gegensatz zur Pflichtversicherung, dem Schutz des Versicherten. Ein Schadensersatzanspruch besteht somit nur dann, wenn die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen geradezu erfordern.

mehr ...